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Pilgrim gewinnt spektakulären Wettbewerb

Red Bull District Ride in Nürnberg

Pilgrim gewinnt spektakulären Wettbewerb

Nur fliegen ist schöner: Sam Pilgrim, der Gewinner des Red Bull District Ride, vor der Nürnberger Frauenkirche.

Nur fliegen ist schöner: Sam Pilgrim, der Gewinner des Red Bull District Ride, vor der Nürnberger Frauenkirche. picture alliance

1024 Meter lang war der Kurs, den die Fahrer von der Nürnberger Kaiserburg quer durch die Altstadt hinab bis zum Hauptmarkt am Rathaus zurücklegen mussten. Insgesamt sechs Districts warteten auf die Fahrer, in denen sie dann ihrer Tricks präsentieren konnten.

Und MTB-Legende Aaron Chase - Gewinner der ersten Ausgabe im Jahr 2005 - präsentierte einen tollen Kurs. Jeder der sechs Districts hatte seinen eigenen Charakter, so dass die Fahrer die komplette Bandbreite des aktuellen MTB-Freeride-Sports präsentieren konnten.

Mit einem rund acht Meter hohen Drop von der Mauer der Kaiserburg ging es los. Über die verwinkelten Kopfsteinpflastergassen führte die Strecke dann nach unten. Am Hauptmarkt wartete die für die Zuschauer spektakulärste Rampe. Aus einem Rathausfenster aus zwölf Metern Höhe nahmen die Fahrer Anlauf und hatten dann zwei Rampen vor sich: Eine katapultierte sie zehn Meter in die Höhe, die andere bis zu 15 Meter. Hier präsentierten die Fahrer den Zuschauern ihre spektakulärsten Tricks.

Die meisten Punkte für seine beiden Finaldurchgänge erhielt der Brite Sam Pilgrim und war überglücklich. "Ich freue mich natürlich total, gewonnen zu haben. Nürnberg ist einfach eine geile Stadt", sagte der 21-Jährige. Auf Platz zwei landete der Schwede Martin Söderström (20) vor Brandon Semenuk (20, Kanada). Als bester deutscher Fahrer landete der Münchner Amir Kabbani auf Rang acht.

Andreu Lacondeguy

Der Spanier Andreu Lacondeguy freut sich über seinen Sieg im "Best-Trick-Contest". Red Bull District Ride

Bereits am Freitagabend fand auf dem Hauptmarkt der "Best-Trick-Contest" statt, wobei die Fahrer nur auf der großen Rampe ihre Tricks zeigten. Hier war der Spanier Andreu Lacondeguy nicht zu schlagen.

Laut den Veranstaltern verfolgten an den beiden Tagen bis zu 75.000 Fans die Verantaltung und sorgten für volle Gassen und eine prächtige Stimmung in der Nürnberger Altstadt. Nach 2005 und 2006 war auch die dritte Auflage des legendärsten Urban Freeride Events der Mountainbike-Szene ein voller Erfolg.

Aaron Chase

"Diese Stadt ist gut zu mir und zu den Fahrern!" MTB-Legende Aaron Chase, Kursdesigner des District Rides 2011. kicker

Und wenn es nach dem Kursdesigner Aaron Chase geht, werden die Freerider nicht zum letzten Mal in der Franken-Metropole Halt gemacht haben. "Diese Stadt ist gut zu mir und sie ist gut zu den Fahrern", sagte der US-Amerikaner. Besonders das Terrain der Altstadt mit den engen Gassen, den Stufen, den Kopfsteinpflastern und Steinen sei ideal und lasse sich glänzend in einen Kurs integrieren. Hinzu komme das natürliche Gefälle sowie das historische Ambiente. So ist der "Castle-Drop" von der Kaiserburg für ihn auf der gesamten FMB-World-Tour einzigartig. Nürnbergs Oberbürgermeister Uli Maly verglich die Altstadt-Strecke mit der Formel 1 und sprach vom "Monte Carlo der Freerider". Hört sich ganz nach einer Fortsetzung an.