2. Bundesliga

Marvin Pieringer: "Hoffentlich ist der Knoten geplatzt"

Beim 2:4 gegen Darmstadt trifft der Stürmer erstmals für Schalke

Pieringer: "Hoffentlich ist der Knoten geplatzt"

Erzielte am vergangenen Wochenende sein erstes Tor für Schalke: Leihgabe Marvin Pieringer.

Erzielte am vergangenen Wochenende sein erstes Tor für Schalke: Leihgabe Marvin Pieringer. imago images

Lange währte der Jubel über das erste Tor von Marvin Pieringer nicht, denn im direkten Gegenzug konterte Darmstadt 98 den Anschlusstreffer mit dem Tor zum 2:4-Endstand, und nach der dritten Niederlage in Folge waren es erst einmal andere Themen, die die Tage auf Schalke beherrschten. 

"Die Stimmung wäre natürlich besser, hätten wir drei Spiele in Folge gewonnen", berichtet Pieringer nun, "aber wir sitzen nicht mit langen Gesichtern in der Kabine." Er selbst hat dazu ohnehin am wenigsten Grund, schließlich war die Einzelleistung mit dem Abschluss ins lange Ecke sein Premierentreffer im Schalker Trikot. "Als Stürmer will man Tore schießen, ist ja ganz klar", sagt Pieringer, "ich freue mich, dass es das erste Mal geklappt hat. Ich hätte es mir früher erhofft, aber jetzt ist hoffentlich der Knoten geplatzt und es folgen noch einige."

In Pieringers Bilanz stehen elf Einsätze - doch die Zahl trügt

Gegen Darmstadt absolvierte der 22-Jährige zwar bereits sein elftes Saisonspiel, wurde dabei aber immer erst in der Schlussphase eingewechselt. Länger als 18 Minuten am Stück stand er in der Liga noch nicht auf dem Platz, doch daran soll sich jetzt etwas ändern. "Als Spieler will man spielen", betont Pieringer, "wenn ich zufrieden wäre, dass ich nur auf der Bank sitze, wäre ich im falschen Sport." Deswegen gelte: "Wir geben alle Vollgas, ich auch. Das bringt die Mannschaft voran."

Dazu gehören auch Tore. Bisher waren dafür vor allem der zuletzt glücklose Simon Terodde (11 Saisontreffer) und Marius Bülter (4) zuständig, nun will auch Pieringer häufiger in die Bresche springen - und trotzdem die anderen Treffer bejubeln. "Ich freue mich, wenn wir Tore schießen - ob Marius, Simon oder wer auch immer trifft. Ich bin überhaupt nicht so gestrickt, dass ich denke: Mist, der Torschütze ist mein direkter Konkurrent."

Dennoch, das Ziel der Freiburger Leihgabe ist es natürlich, mehr Einsatzzeiten zu bekommen. Die jüngste Startelf-Bewährungsprobe im Pokal bei 1860 München (0:1) konnte er allerdings nicht ausnutzen. "Da habe ich mich sehr geärgert. Wie einige andere habe ich es nicht geschafft, meine Chance zu nutzen. Das war ein enttäuschender Tag."

pak