2. Bundesliga

Hamburger SV spielt auch gegen Holstein Kiel nur remis

Hamburg seit zehn Spielen ungeschlagen - und in Liga zwei weiter ohne Sieg gegen Kiel

Pichler trifft gleich nach der Pause: Siebtes Remis für den HSV

Beide Mannschaften durften am Samstagabend einmal jubeln.

Beide Mannschaften durften am Samstagabend einmal jubeln. imago images/Nordphoto

Den 4:2-Pokalsieg im Elfmeterschießen in Nürnberg musste der HSV teuer bezahlen, denn Linksverteidiger Leibold zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt lange aus. Für ihn spielte Muheim links hinten. Auch Stammkeeper Heuer Fernandes (Kapselverletzung im Knie) fiel verletzt aus, weswegen Johansson zu seinem Debüt für den HSV kam. Außerdem schickte Coach Tim Walter gegenüber dem Pokalspiel Alidou und Jatta anstelle von Doyle und Kaufmann (beide Bank) ins Rennen.

Kiels Trainer Marcel Rapp tauschte nach dem 1:5-Pokalaus in Hoffenheim viermal: Dähne, Korb, Porath und Skrzybski begannen für Gelios, Reese (beide Bank), Neumann und Erras (beide nicht im Kader).

Kittel trifft eiskalt - und denkt an Leibold

Der 12. Spieltag

Die Partie begann intensiv, beide Mannschaften waren gleich voll da. Die erste Chance ging auf das Konto der Gäste, Pichler knallte die Kugel an den Außenpfosten (7.). Die erste Chance des HSV hatte es noch mehr in sich, denn nach Foul von Korb an Alidou im Strafraum gab es Elfmeter. Kittel trat an und vollendete sicher rechts oben (12.). Beim Torjubel schnappte sich der Mittelfeldmann das Trikot von Leibold und hielt es in die Höhe - schöne Geste. 

Die Rothosen hatten im ersten Durchgang mehr vom Spiel und kombinierten teilweise gefällig durch die eigenen Reihen. Klare Chancen erspielten sie sich jedoch nicht, ein Kittel-Freistoß zischte drüber (29.). Holstein schüttelte sich nach dem Gegentreffer und setzte dann immer wieder Nadelstiche nach vorne. Nach einem zu ungenauen Schuss von Pichler (25.) hatten die Gästefans kurz vor der Pause den Torschrei schon auf den Lippen, doch HSV-Ersatzkeeper Johansson rettete erstklassig gegen Bartels (42.). Somit blieb es zur Pause beim 1:0 für die Gastgeber.

Kiel braucht nur 47 Sekunden

Der zweite Durchgang begann perfekt aus Kieler Sicht, denn nach 47 Sekunden stand es 1:1. Bartels fand in der Mitte Pichler, der Johansson zum Ausgleich tunnelte. Nach diesem Schock zu Beginn brauchte der HSV einige Minuten - und wartete dann mit einer Topchance auf: Kaufmann setzte die Kugel freistehend links vorbei (60.). Die Partie war völlig offen und wog hin und her, beide Teams spielten nach vorne. Beinahe hätte ein Ex-HSVler seinem ehemaligen Arbeitgeber in die Suppe gespuckt, der eingewechselte Arp scheiterte jedoch an Johansson (71.).

Gegen Ende der Begegnung flachte die Partie ab, beide Mannschaften waren offensiv nicht mehr so zwingend. Eine dicke Chance gab es allerdings noch - und es hätte die Geschichte des Spiels werden können: Doch Holtby schoss kurz vor Schluss drüber (90.+3). Somit blieb es beim 1:1. Es war das fünfte Remis der beiden Mannschaften hintereinander - und: Hamburg schaffte es auch im siebten Anlauf in der 2. Liga nicht, Kiel zu schlagen.

Der HSV, der seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen ist, in der Liga allerdings schon siebenmal remis spielte, gastiert am 13. Spieltag am Samstag (20.30 Uhr) in Karlsruhe. Kiel empfängt am Freitagabend (18.30 Uhr) Dresden.