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Phönix Lübeck verdrängt Todesfelde von Spitze - Jansen trifft dreifach

Oberligen Nord

Phönix Lübeck verdrängt spielfreie Todesfelder von Rang eins - HSV: Marcell Jansen trifft dreifach

Traf für den HSV in der Oberliga Hamburg dreimal: Marcell Jansen.

Traf für den HSV in der Oberliga Hamburg dreimal: Marcell Jansen. imago

Oberliga Hamburg

Der Sonntag fing für Tabellenführer TuS Dassendorf auch ohne eigenes Zutun blendend an: Denn der FC Teutonia Ottensen, der ärgste Verfolger, ließ sich ab 11:30 Uhr auf eigenem Feld vom Uhlenhorster SC Paloma mit 0:2 düpieren. Zweieinhalb Stunden später ging Dassendorf auf die Wiese und wollte seinen Vorsprung in der Tabelle der Oberliga Hamburg um drei Zähler ausbauen. Und das machte die Turn- und Sportgemeinschaft dann auch. Zwar war in den ersten 60 Minuten auswärts gegen den Niendorfer TSV viel Sand im Getriebe, doch nach einer Stunde kam Dassendorf doch noch ins Spiel und führte nach Toren von Mattia Maggio (64.) und Marcel von Walsleben-Schied (71.) mit 2:0. Der Drops war allerdings noch nicht gelutscht, da Dassendorf die Führung nachlässig verwaltete und Marvin Karow in der 81. Minute mit dem Anschlusstreffer nochmals Spannung herstellte. Am Ende reichte es allerdings für den Spitzenreiter zum Sieg.

Zum Aufeinandertreffen der Verfolger kam es zwischen dem HSV Barmbek-Uhlenhorst und Victoria Hamburg. Überraschend einseitig verliefen die 90 Minuten, in denen Barmbek-Uhlenhorst famos aufspielte, gut presste und so die Victoria nach Strich und Faden unterbutterte. Beim 5:0-Heimsieg traf Tim Jeske doppelt. Gästetrainer Markus Ebbers ging mit dickem Hals in die Kabine und war auch bei der Pressekonferenz noch mächtig geladen. Da dürften in der Nachbesprechung ein paar deutliche Worte fällig werden.

Zurück zu "Ottensen-Stolperstein" Uhlenhorst: Der 2:0-Sieg war für die Truppe von Steffen Harms von besonderem Wert, da in der Abstiegszone der FC Union Tornesch, der Meiendorfer SV (der sich zudem aus disziplinarischen Gründen von Paul-Luca Herrdum, Ali Zadfar und Benjamin Nadjem trennte) und der Bramfelder SV Niederlagen kassierten, das direkte Kellerduell zwischen dem SV Rugenbergen und dem TSV Buchholz 08 zudem ausfiel.

Der höchste Sieg des Spieltags gelang der dritten Mannschaft des Hamburger SV. Die "Rothosen" schenkten dem FC Süderelbe sieben Stück ein. Vereinspräsident Marcell Jansen, in seiner Profizeit nicht gerade als kaltschnäuziger Goalgetter bekannt, netzte beim 7:1 dreimal ein. Es waren seine Saisontreffer zwölf bis 14.

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Oberliga Schleswig-Holstein

In der Oberliga Schleswig-Holstein wurde nur ein eingeschränktes Programm geboten, da am Sonntag alle drei Spiele ausfielen. Am Samstag rollte jedoch das Leder. Der allgemein bärenstark agierende Marcello Meyer schoss mit seinem Doppelpack gegen die Eutiner Sportvereinigung 08 den 1. FC Phönix Lübeck auf Platz eins, da der bisherige Spitzenreiter SV Todesfelde zu den am Sonntag zur Untätigkeit verdammten Teams gehörte. Hinter dem Spitzenduo kommt lange nichts, was nicht heißt, dass die nachfolgenden Teams nicht auch wissen, wo das Tor steht. Der Dritte TSB Flensburg deklassierte den Husumer SV mit 5:1, während es der TSV Bordesholm gegen Risum-Lindholm mit 7:0 noch eine Spur deutlicher machte. Allein Malte Lucht schoss drei Tore, auch Malte Christoph Petersen ließ sich mit zwei Treffern nicht lumpen. Tore satt bekamen die Fans beim Reserveduell zwischen Weiche Flensburg II und dem VfB Lübeck II zu sehen, die Heimelf siegte mit 6:3.

Auch Inter Türkspor Kiel durfte am Sonntag nicht spielen, deswegen bleibt den deklassierten Teams aus Husum und Risum-Lindholm der vorübergehende Trost, dass sich ihre Situation im Abstiegskampf nicht verschlechtert hat.

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Bremen-Liga

Ein Tor der besonderen Sorte schoss Gökhan Yücel am Sonntag für die Leher Turnerschaft im Spiel der Bremen-Liga gegen den Blumenthaler SV. In der 63. Minute schoss Sebastian Kurkiewicz für den BSV das 2:1, obwohl LTS-Spieler Dennis Pleus mit einer Kopfverletzung am Boden lag. "Fühlt sich irgendwie ungerecht an", dachten sich wohl einige Blumenthaler und ließen nach dem Anstoß Yücel durchlaufen, der den Gleichstand wiederherstellte. Denkwürdige Szene, nach 90 Minuten stand indes ein 4:2 für Blumenthal auf der Anzeigetafel, da Kurkiewicz (77.) und Vinzenz van Koll (90.+6) noch trafen.

Während Lehe sich damit trösten kann, dass im Tabellenkeller die dahinter liegenden Teams allesamt punktlos blieben, hat sich der BSV gemütlich im Tabellenmittelfeld eingenistet. Oben haben der TuS Schwachhausen, der Brinkumer SV und SFL Bremerhaven mit deutlichen Siegen den Druck auf den spielfreien FC Oberneuland verstärkt. Bei Brinkum ragte besonders Saimir Dikollari heraus, der auf dem Kunstrasenplatz des Habenhauser FV vier der fünf BSV-Tore erzielte.

Ein Hattrick binnen sieben Minuten gelang Kasim Uslu, dessen SC Borgfeld bei der abstiegsfährdeten BTS Neustadt mit 7:1 gewann. Damit hat der SCB nun elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone und kann mit etwas mehr Ruhe in die nächsten Spiele gehen.

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Oberliga Niedersachsen

Tabellenführer Borussia Hildesheim hat in der Oberliga Niedersachsen zwei im Vorfeld sicher geglaubte Zähler liegengelassen. Gegen den Tabellensechzehnten Eintracht Northeim, der zum ersten Mal mit dem neuen Trainergespann Nils Reutter / Jan Ringling antrat, sprang nur ein Unentschieden heraus, das erste vor heimischer Kulisse in dieser Saison. Zwar brachten die Gäste das frühe 1:0 durch einen wuchtigen Schuss von Julian Kratzert (3.) nicht über die Zeit, dank guter kämpferischer Einstellung und einer soliden defensiven Ordnung reichte es aber zum überraschenden Punktgewinn, da dem Spitzenreiter nur noch der Ausgleich durch Benedict Plaschke in der 21. Minute vergönnt war.

Doch Hildesheim hat auch nach diesem kleinen Dämpfer noch zwei Punkte Vorsprung auf Platz zwei und dazu auch noch zwei Spiele weniger. Nichtsdestotrotz ist mit den Verfolgern zu rechnen. Der SV Atlas Delmenhorst gewann gegen Kickers Emden mit 3:0. In Überzahl - Milad Faqiriyar sah nach gut einer halben Stunde Gelb-Rot - traf Robert Plichta doppelt, ehe sein Mitspieler Oliver Rauh in der 72. Minute für die Vorentscheidung sorgte.

Der VfL Oldenburg geriet gegen den MTV Wolfenbüttel zwar in Rückstand, doch ein vom Halbzeitpfiff unterbrochener Hattrick von Marten-Heiko Schmidt brachte schnell die Wende. Nach 90 Minuten durften die Oldenburger Fans ein 5:1 auf heimischem Platz feiern. Wolfenbüttel bekommt dadurch die rote Laterne umgehängt, da Blau-Weiß Schwalbe Tündern dem Heeslinger SC immerhin ein 1:1-Remis abringen konnte.

In Bersenbrück erkämpfte sich der TB Uphusen im Kellerduell nach dreimaligen Rückstand immerhin noch einen Punkt beim 3:3. Mit der Spielwertung will sich der Tabellen-15. aber nicht zufrieden geben. "Wir haben gegen die Wertung Einspruch eingelegt. Ob das etwas bringt, muss sich zeigen", erklärte Uphusens sportlicher Leiter Florian Warmer gegenüber kreiszeitung.de. In der 67. Minute sei mit Lincoln Assinouko bei den Gastgebern ein Spieler eingewechselt worden, der nicht im Spielbericht eingetragen war. "Das haben wir dem Schiedsrichter auch mitgeteilt und ihm gesagt, dass wir unter Protest weiterspielen. Doch den hat es nicht interessiert", sagte TBU-Coach Achim Hollerieth nach der Begegnung. Assinouko war es dann auch, der Bersenbrück in der 84. Minute zum dritten Mal in Führung brachte. Übrigens war die Einwechslung von Assinouko nicht der einzige Aufreger der Partie. In der 36. Minute wurde Besir Rogaqi rüde gefoult, das Spiel musste für eine Viertelstunde unterbrochen werden und der Uphuser musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Der Übeltäter durfte dagegen weitermachen. Der Schiri beließ es bei einer Gelben Karte. "Zum Glück haben meine Jungs aber noch die passende Antwort parat gehabt und sich für ihre tolle Moral mit dem Ausgleich belohnt", lobte Hollerieth im Anschluss.

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stw / dw