Virtual Bundesliga

VBL: Elfmeter und Ernüchterung - Versaut Kobel RB den Titel?

Mainz erzwingt Remis im Top-Duell

Pfosten, Elfmeter, Ernüchterung: Versaut Kobel Leipzig den Süd-Ost-Titel?

Levy Finn Rieck vergab ganz spät vom virtuellen Elfmeterpunkt.

Levy Finn Rieck vergab ganz spät vom virtuellen Elfmeterpunkt. IMAGO/Beautiful Sports

Als Gladiatoren stilisierte die Virtual Bundesliga (VBL) die eSportler des 1. FSV Mainz 05 und von RB Leipzig auf X. Titel der aufwendig anmutenden Grafik: "Der Kampf um die Spitze". Und nichts anderes trug sich am Mittwoch in der Club Championship zu. Der Tabellenführer gegen den zweitplatzierten Titelverteidiger - eine Vorentscheidung um die Meisterschaft in Division Süd-Ost stand im Raum.

Die Leipziger traten als Herausforderer an: Vier Punkte betrug ihr Rückstand auf Mainz vor dem direkten Aufeinandertreffen - bei einer absolvierten Begegnung weniger. Entsprechend brauchten die RBLZ einen Sieg gegen den FSV, um die reguläre Saison dank des Nachhol-Spieltags aus eigener Kraft auf dem ersten Platz abschließen zu können. Dass sie sich genau das vorgenommen hatten, stellten Umut Gültekin und Levy Finn Rieck schon im anfänglichen 2vs2 klar. 

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Trotz eines eher ausgeglichenen Spielverlaufs besiegte das RB-Doppel die Mainzer Ditmir Alimi und Max Julius Gröne deutlich mit 4:1. Auf FSV-Kapitän 'Ditmir_4897' lastete folglich schon im ersten Einzel großer Druck - eine weitere Pleite hätte die Gesamtniederlage bedeutet. Zunächst schien 'RBLZ_Umut' mit dieser Ausgangslage besser zurechtzukommen: Der kicker eFootballer des Jahres 2023 ging in der elften Ingame-Minute in Führung.

Gold-Keeper wird zum Mainzer Last-Minute-Helden

Weitere Tore gelangen Gültekin jedoch nicht, weswegen Alimis direkt verwandelte Ecke kurz vor der Pause (42.) den Mainzern ein Entscheidungsmatch bescherte. Das Duell im zweiten 1vs1 lautete Rieck gegen Gröne - und wurde zum packenden FC-24-Thriller. Der Nullfünfer 'Diviners' legte Mitte der ersten Halbzeit das 1:0 vor (25.), 'levyfinn' drehte die Partie per Doppelschlag (31./35.). Pünktlich zum Seitenwechsel glich Gröne zum 2:2 aus (45.) und erzeugte maximale Spannung für den zweiten Durchgang.

Spieltag 32

Ein Ballverlust in der eigenen Hälfte brachte Rieck dort in die Bredouille: 'Diviners' kombinierte sich stark in den Strafraum und traf zum 3:2 (68.). Damit glich der Mainzer die Begegnung unterm Strich vorerst aus und festigte den Vier-Punkte-Vorsprung auf Leipzig in der Live-Tabelle. RB-eSportler 'levyfinn' schaltete in den Schlussminuten allerdings noch mal einen Gang hoch. In der 87. Ingame-Minute scheiterte er am Pfosten, Sekunden später per Kopfball an Gregor Kobels Goldkarte im FSV-Gehäuse. 

Der virtuelle BVB-Keeper stand anschließend noch mal im Mittelpunkt: Nach einem Foul im Sechzehner erhielt Rieck via Elfmeter die große Gelegenheit, doch noch das 3:3 zu erzielen - und Leipzig den Gesamtsieg zu verschaffen. Der deutsche eNationalspieler fand jedoch erneut seinen Meister in Kobel. Gröne entschied sich früh für einen Sprung in die linke unter Ecke, 'levyfinn' tat ihm den Gefallen und zielte genau dorthin. Im Nachklang des Last-Minute-Fehlversuchs lehnte Rieck sich weit in seinem Stuhl zurück und rieb sich mehrfach durchs Gesicht. Weitere Torchancen bekam er nicht. 

Ziel erreicht: Divisionsmeisterschaft "in eigener Hand"

"Das Schicksal hat es heute gut gemeint mit mir", sagte 'Diviners' später im VBL-Livestream. Durch die Punkteteilung haben die Mainzer den regulären Saisonabschluss auf Tabellenplatz eins weiterhin "in der eigenen Hand. Das war unser Ziel." Am Mittwochabend spielten die Nullfünfer nicht mehr, da der 1. FC Nürnberg krankheitsbedingt passen musste. Einige Aufgaben stehen Gröne & Co. aber noch bevor: "Wir wollen alle drei restlichen Begegnungen gewinnen und Meister der Division werden." 

Über Nürnberg hinaus warten am Offline-Spieltag der 1. FC Kaiserslautern und eine Woche darauf der FC Bayern München. Auf dem ersten Rang schloss der FSV den Mittwoch übrigens nicht ab: Weil die RBLZ ihre folgenden Duelle gegen Frankfurt (4:1, 6:1) und Bayern (5:2, 2:1) gewannen, zogen sie an den Rheinpfälzern vorbei. Leipzig ist somit erstmals in dieser Saison Spitzenreiter - und ist wie die Mainzer bereits direkt für das VBLCC-Finale qualifiziert. Im Kampf um den Divisionstitel sind die Sachsen nun aber im Nachteil. 

nas

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