Bundesliga

Petersen: "Psychologisch natürlich eine Katastrophe"

Freiburger Stürmer beklagt fehlende Konstanz

Petersen: "Psychologisch natürlich eine Katastrophe"

Unzufrieden mit der eigenen Punkteausbeute: Freiburgs Nils Petersen.

Unzufrieden mit der eigenen Punkteausbeute: Freiburgs Nils Petersen. imago images

Unmittelbar nach Abpfiff war die Stimmung in Freiburg alles andere als gut, das ließ sich durchaus deutlich im Gesicht von Petersen ablesen. Für den Angreifer war der zurückgenommene Platzverweis gegen Sven Bender die Schlüsselszene des Spiels. "Das war ein Hallo-Wach-Effekt für Leverkusen", stellte er am "Sky"-Mikro fest, "danach waren sie wie ausgewechselt. Sie haben gemerkt, dass sie den nächsten Gang einlegen müssen - und das haben sie getan."

Lob für Leverkusen und kein Vorwurf an Höfler

Ungeachtet dessen habe man es selbst aber auch verpasst, nach der frühen Führung durch Lucas Höler rechtzeitig nachzulegen. Das sei "psychologisch natürlich eine Katastrophe" gewesen - und Bayer hat dann seine Klasse ausgespielt. "Leverkusen war eiskalt: zwei Chancen, zwei Tore."

Unglücksrabe Nicolas Höfler, der gleich an drei Gegentoren beteiligt war, vor allem aber dem 1:1 durch Lucas Alario den Weg bereitet hatte, nahm Petersen in Schutz. So etwas könne jedem passieren, "da kommt viel Pech zusammen". Verantwortlich für die Niederlage sei ohnehin die gesamte Mannschaft.

"Sechs Punkte in sechs Spielen, das haben wir uns anders vorgestellt."

Nils Petersen

"Wir fassen uns an die eigene Nase, da brauchen wir nicht Drumherumreden", betonte Petersen und blickte auf die magere Ausbeute der vergangenen Spieltage. "Sechs Punkte in sechs Spielen, das haben wir uns anders vorgestellt", sagte er und betonte, wie "enttäuschend" das sei - insbesondere, weil man immer wieder eigene Führungen aus der Hand gab. "Es ist das dritte Mal, dass wir in Führung gehen", beklagte Petersen und dachte dabei an die Spiele gegen Bremen (1:1), bei Union (1:1) und nun gegen Bayer. "Letzte Saison haben wir die Spiele gezogen, haben oft 1:0 gewonnen." Allerdings vergaß Petersen eine vierte Führung - beim 1:1 gegen Wolfsburg hatte sogar er selbst das 1:0 erzielt, doch zu drei Zählern reichte dies auch am 2. Spieltag nicht (1:1).

2020/21 läuft es ganz offensichtlich aber anders - und daran gilt es, zu arbeiten. Was zu tun ist, das sagte der 31-Jährige auch. "Wir schlucken zu viele Gegentore, haben nicht die Konstanz." Zwar weiß auch Petersen, dass die Konkurrenz derzeit für Freiburg spielt ("Die hinten tun uns den Gefallen, dass sie nicht punkten"), allerdings dürfe man sich darauf nicht verlassen, denn das Ziel ist klar: "Nach unten wollen wir nicht gucken."

drm

Bilder zur Partie SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen