Bundesliga

SC-Stürmer Nils Petersen: "Ich habe dem Team keinen Mehrwert gebracht"

SC-Toptorjäger zeigt sich nach Union-Niederlage selbstkritisch

Petersen: "Ich habe dem Team keinen Mehrwert gebracht"

Er hing gegen Union in der Luft: SC-Torjäger Nils Petersen.

Er hing gegen Union in der Luft: SC-Torjäger Nils Petersen. imago images

Sieben Freiburger Heimspielen ohne Niederlage (fünf Siege, zwei Unentschieden) mit jeweils mindestens zwei eigenen Toren folgte eine enttäuschende 0:1-Niederlage gegen Union Berlin. Nur zwei Torchancen hat sich der Sport-Club herausgespielt. Nils Petersen hat bislang selten ein Spiel im Schwarzwald-Stadion erlebt, "in dem wir so weit weg von einem Tor waren", wie der Stürmer im kicker-Interview eingesteht. "Wir haben verhalten gespielt, aus Respekt vor Unions Umschaltspiel fast jedes Risiko gemieden, und auch unsere linke Schokoladenseite mit Vincenzo Grifo und Christian Günter hat Berlin stark in Schach gehalten."

Der 32-Jährige gehörte seit dem Auswärtsspiel beim FC Schalke eine Woche vor Weihnachten erstmals wieder zur Startelf der Freiburger nach zwischenzeitlich neun Jokereinsätzen, worüber er sich "wahnsinnig gefreut" hatte. In 64 Minuten kam er aber nur auf 20 Ballkontakte, und war auch von sich selbst enttäuscht, "weil ich nicht mal ansatzweise das Gefühl hatte, ein Tor schießen zu können, und dem Team keinen Mehrwert gebracht habe".

Petersen hofft, dass Streich "irgendwas erkannt hat"

Diesen hatte sich sein Trainer nicht nur von ihm, sondern auch von Janik Haberer und Lucas Höler erhofft. Alle drei hätten sich nach ihren Einwechslungen in Bremen die Anfangsformation gegen Union verdient, erklärte Christian Streich nach der Niederlage gegen die Berliner. Stürmer Ermedin Demirovic, der in den neun Spielen zuvor begonnen hatte, sei zwar "nicht in einem Loch" gewesen, "aber nicht mehr ganz so spritzig, und er war nicht ganz so ballsicher, aber das hat uns auch heute wieder gefehlt". Und das galt - wie zuletzt in Bremen - vor allem für das letzte Drittel des Spielfelds.

Mit 29 Treffern nach Einwechslungen ist Petersen der mit Abstand beste Joker der Bundesliga-Geschichte, trotzdem ist er glücklicher, wenn er von Beginn an spielt und trifft. Am kommenden Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) in Leverkusen muss er sich nun möglicherweise wieder mit dem Bankplatz anfreunden, denn "eine Empfehlung war es jetzt nicht", wie er über seinen Einsatz gegen Union urteilte. Trotzdem hofft er noch, dass sein Coach "irgendwas erkannt hat, weswegen er denkt, ich habe es mir noch mal verdient".

Im ausführlichen Interview in der aktuellen Montagsausgabe des kicker äußert sich Nils Petersen zu den Gründen für die Heimniederlage gegen Union Berlin, den bisherigen Saisonverlauf, die Aussichten für die kommenden Wochen und dazu, warum er derzeit so gerne zum Training geht.

Daniela Frahm

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