Bundesliga

Freiburgs Nils Petersen: "Das war schon grenzwertig heute"

Freiburg gibt 3:0-Vorsprung fast noch her

Petersen: "Das war schon grenzwertig heute"

Nils Petersen köpft das 1:0, Gregor Kobel ist chancenlos.

Nils Petersen köpft das 1:0, Gregor Kobel ist chancenlos. imago images

Petersen hatte die Breisgauer auf die Siegerstraße gebracht, als er zur Führung einköpfte (8.) und das 2:0 durch Roland Sallai per Hackentrick vorbereitete. Petersen gestand hinterher gegenüber "Sky", sein Team hätte "am Anfang das Spielglück auf unserer Seite gehabt, die erste Chance war gleich ein Tor. Für Stuttgart war es schwer, wir hatten dann auch einen psychologischen Vorteil. In der zweiten Hälfte war's dann genau umgekehrt."

Kalajdzic war eine Waffe, die Stuttgart von der Bank bringen kann. Die Hälfte der Standards waren aber unnötig, weil das waren keine Standards.

Nils Petersen

3:0 war der Sportclub kurz nach der Pause in Führung gegangen (Vincenzo Grifo, 48.), doch nach der Einwechslung von Philipp Klement brannte es vor allem nach ruhenden Bällen mehrmals lichterloh vor dem Freiburger Tor. Auch wegen eines anderen Jokers: "Kalajdzic war eine Waffe, die Stuttgart von der Bank bringen kann. Die Hälfte der Standards waren aber unnötig, weil das waren keine Standards." Petersen urteilte, dass der Referee zu oft Freistoßentscheidungen zugunsten des VfB getroffen hätte. "Ich mag da gar keinen Kommentar abgeben", meinte der Torschütze, tat es dann aber doch: "Das war schon grenzwertig heute."

Zum Dreier reichte es nach zwei Gegentreffern dennoch. Petersen: "Wir haben uns den 3:0-Vorsprung hart erarbeitet und den Sieg über die Ziellinie gebracht. Klar müsse man "das 'wie' analysieren, dass wir das zum Schluss so nicht zulassen dürfen". Jedoch: "Am Ende steht ein Derbysieg. Leider ohne Gästefans, aber wir fahren trotzdem glücklich nach Hause."

Müller: Turbulente Woche, guter Einstand

Das tut auch Schlussmann Müller, der nach Mark Flekkens Verletzung kurzfristig von Mainz ausgeliehen wurde. Es war eine "turbulente Woche, ein guter Einstand", resümierte der 22-Jährige. Er selbst hatte gehörigen Anteil daran, dass der SC optimal aus den Startlöchern kam, als er Klements verdeckten Distanzschuss famos um den Pfosten lenkte und somit das durchaus mögliche 3:3 verhinderte (90.+5).

Unverdient wäre ein Punktgewinn für nimmermüde Stuttgarter nicht gewesen. "Ein bisschen dreckig" sei der Sieg schon gewesen, sagte Müller deshalb auch. Aber das "gibt Auftrieb und Selbstbewusstein, das nehmen wir gerne mit".

jch

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - SC Freiburg