kicker

15.000 Euro warten auf den Weltmeister

PES World Finals: Ein Blick nach Mailand

Schafft es der amtierende PES-Weltmeister Rachid Tabane (li.), seinen Titel bei den PES World Finals zu verteidigen?

Schafft es der amtierende PES-Weltmeister Rachid Tabane (li.), seinen Titel bei den PES World Finals zu verteidigen? Konami

Insgesamt sind 34 Qualifikanten bei den PES World Finals dabei, die am 27. und 28. Mai stattfinden. Das Finale wird auf der PlayStation 4 am Spielfeldrand des Giuseppe Meazza Stadions ausgetragen. Im Rahmen des Champions League-Finals wird also auch der neue Pro Evolution Soccer-Weltmeister gekürt. Insgesamt 23.000 Euro Preisgeld wird an die PES-Profis ausgeschüttet, wobei 15.000 Euro sowie Tickets zum UEFA Champions League Finale an den Weltmeister gehen. Der Vizemeister erhält 5.000 Euro und der Drittplatzierte 3.000 Euro. Allen voran wird natürlich auch der amtierende Champion aus Frankreich, Rachid Tabane, mit von der Partie sein. Er gewann die PES World Finals im letzten Jahr in Berlin. Ob er die Titelverteidigung schafft, wird eine der spannenden Fragen der Finals sein.

PES League – Herausforderung und Chance zugleich

Seit 2001 ist die PES League fester Bestandteil der PES-Szene. Angefangen als nationales Turnier in Frankreich wurde das Event über die Jahre immer größer, bevor es 2014 ein offizielles Champions League-Turnier wurde. Mit steigenden Preisgeldern und einer stärkeren Präsentation sind die PES World Finals mittlerweile das prestigeträchtigste Event im PES-eSport. Noch vor dem Release von PES 2016 hatte uns Adam Bhatti im Interview gesagt, dass die Ausbreitung auf andere Nationen ein großer, aber auch wichtiger Schritt sei. "Die Leute sind mit unterschiedlichen Systemen und Regeln aus der ganzen Welt zusammengekommen, also mussten wir etwas kreieren, das einheitlich funktioniert und die Ideen der verschiedenen Länder vereint." Ziel war es damals laut Bhatti, innerhalb von zwölf Monaten eine gute Integration der PES League zu schaffen.

zum Thema:

Die Teilnehmerzahlen belegen Entwickler Konami zumindest in dieser Hinsicht Erfolg. So habe die Liga in der letzten Saison einen "großen Zuwachs" gehabt, wie es seitens Konamis heißt. Auch in dieser Saison hätten hunderttausende Teilnehmer unter anderem aus Peru, Indien und Saudi-Arabien mitgemacht. Auch wenn sich PES 2016 in Sachen Verkaufszahlen der Konkurrenz geschlagen geben muss, so hat die PES League ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen, das bei der EA-Konkurrenz noch fehlt: Eine eigene eSport-Liga, die international funktioniert. Wer den Weltmeisterpokal am Ende in die Höhe strecken darf, wird sich am 28. Mai in Mailand zeigen. Nach Patrick Maier 2013 könnte Lennart Albrecht den Weltmeistertitel vielleicht mal wieder nach Deutschland holen.

Nicole Lange

Als neuer Weltmeister zum CL-Finale

PES World Finals: Tebane triumphiert in Berlin

alle Videos in der Übersicht