2. Bundesliga

Perfekt: Eilts übernimmt Hansa

Rostock: Schon am Montag auf der Bank

Perfekt: Eilts übernimmt Hansa

Dieter Eilts

Tribünengast - noch. Schon am Montag wird Dieter Eilts bei Hansa Rostock am Spielfeldrand stehen. imago

"Ich bin voller Tatendrang", sagte Eilts bei seiner Vorstellung am Sonntag. "Es gibt keine leichten Jobs." Neuer Co-Trainer wird Ex-Profi Mike Barten, der in der Vorwoche überraschend sein Traineramt beim Regionalligisten FC Oberneuland zugunsten von Wolfgang Sidka geräumt hatte.

Für Eilts ist es die erste Trainerstation bei einem Profi-Verein. Nach seiner aktiven Zeit (u.a. bei Werder Bremen) war der ehemalige Nationalspieler zunächst Trainer der Bremer A-Junioren, ehe er zum DFB wechselte und dort die Auswahlmannschaft U 19 und U 21 betreute.

"Die Aufgabe ist absolut reizvoll für mich", so der Europameister von 1996, der die Nachfolge des am 10. November entlassenen Frank Pagelsdorf antritt und beim Ostsee-Klub eine Trendwende schaffen will: "Ich habe als Spieler und Trainer gezeigt, dass ich mit schwierigen Situationen klarkomme."

Zuletzt führte der 43-Jährige die U 21 zur EM 2009 in Schweden, wurde aber dennoch von der DFB-Spitze um Matthias Sammer von seinen Aufgaben entbunden. Es bestünden in den Inhalten unterschiedliche Auffassungen, hieß es. Seitdem war Eilts auf der Suche nach einem neuen Trainerjob.

Interimscoach Juri Schlünz war die Aufgabe ohnehin leid. Er wolle den ungeliebten Cheftrainerposten "möglichst schnell" wieder loswerden, erklärte er. Wer kann es ihm verdenken nach der 0:6-Schlappe am Montag beim 1. FC Kaiserslautern? Schlünz hatte erst kürzlich übergangsmäßig das Amt von Frank Pagelsdorf übernommen, am Montag gleich die bittere Schlappe kassiert. Die Mecklenburger stehen nach dem 13. Spieltag auf dem 14. Tabellenplatz, zwei Punkte trennen den Absteiger nur vom Relegationsplatz. "Ich habe den Spielern klargemacht, dass sie eine bestimmte Verantwortung tragen", so Schlünz. "Es kann nicht angehen, dass sie - wenn es hier nicht klappt - ihre Tasche packen und zum nächsten Verein weiterziehen."