2. Bundesliga

Perfekt! Wolf nimmt auf der VfB-Bank Platz

Stuttgart präsentiert den Luhukay-Nachfolger

Perfekt! Wolf nimmt auf der VfB-Bank Platz

Würde sich auch in Stuttgart über einen herzlichen Empfang freuen: Der neue VfB-Coach Hannes Wolf.

Würde sich auch in Stuttgart über einen herzlichen Empfang freuen: Der neue VfB-Coach Hannes Wolf. imago

Dass der ehemalige Stuttgarter Trainer Jos Luhukay bereits nach vier Spieltagen seinen Rücktritt erklären würde, war nicht nur laut VfB-Aufsichtsratsmitglied Martin Schäfer nicht vorhersehbar: "Das konnte man nicht kalkulieren." In Not brachte das den Bundesliga-Absteiger aber allemal, denn plötzlich musste sich der Klub nach einem neuen Trainer umsehen.

Die Spur führte bereits seit geraumer Zeit zum 35-jährigen Wolf, wie der kicker bereits am Montag exklusiv vermeldet hatte. Offiziell verkündeten die Stuttgarter die Verpflichtung des BVB-Jugendtrainers am Dienstagabend im Anschluss an das Heimspiel gegen Tabellenführer Braunschweig.

Trainersteckbrief Wolf
Wolf

Wolf Hannes

Trainersteckbrief Luhukay
Luhukay

Luhukay Jos

Trainersteckbrief Janßen
Janßen

Janßen Olaf

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Pl. Verein Punkte
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Der Vertrag von Wolf in Dortmund wäre noch bis 2017 gelaufen, seine Zelte beim BVB bricht er für die Herausforderung Profi-Fußball nun aber ab. Mit der U 17 und der U 19 des amtierenden Vizemeisters holte Wolf bereits die deutsche Meisterschaft, der VfB allerdings ist seine erste Station auf der ganz großen Bühne.

Wir brauchen einen Trainer, der Spaß und Freude vermittelt, der Aufbruchsstimmung verbreitet und darüber hinaus fachlich kompetent ist.

VfB-Aufsichtsratvorsitzender Martin Schäfer

Mit dem 35-Jährigen entschieden sich die Schwaben für die Variante "Jung und unverbraucht", denn auch prominentere Namen wie Mirko Slomka, Markus Gisdol oder André Breitenreiter waren gehandelt worden. Wolf ist ein Typ der Marke Julian Nagelsmann, der mit seinen 29 Jahren bei der TSG Hoffenheim auf der Kommandobrücke steht und seit seiner Installation gute Arbeit leistet.

Schindelmeiser: "Er genießt höchste Anerkennung in der Branche"

Ins Anforderungsprofil der Schwaben sollte der neue Mann an Bord in jedem Fall passen. Denn dieses lautet laut Schäfer: "Wir brauchen einen Trainer, der Spaß und Freude vermittelt, der Aufbruchsstimmung verbreitet und darüber hinaus fachlich kompetent ist." Die Entscheidung für Wolf sei im Vorstand in großem Einvernehmen getroffen worden, hieß es in der Pressemitteilung des Vereins weiter. Man werde nun die sportlichen Ziele in Angriff nehmen und weiter an einer klaren Gesamtausrichtung des Vereins arbeiten.

Für Schindelmeiser, der sich mit Luhukay überworfen hatte, wird der Coach nun zum Prüfstein werden. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Hannes Wolf sehr gut zum VfB Stuttgart passt - als Fachmann und als Persönlichkeit", zeigt sich der Sportvorstand zuversichtlich. "Er genießt höchste Anerkennung in der Branche, wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit."

Zorc bedankt sich

Hörbar schwer fällt der Abschied von Dortmunder Seite aus. "Hannes Wolf hat beim BVB überragende Arbeit geleistet und viele Talente mitentwickelt. Ihm gebührt ein großes Dankeschön! Diese sich nun bietende Karriere-Chance konnten und wollten wir ihm nicht verbauen", erklärte Sportdirektor Michael Zorc, nachdem der Wechsel offiziell verkündet wurde.

In Stuttgart gibt es derweil keine Zeit zu verlieren. Wolf wird bereits am Mittwoch erstmals das Mannschaftstraining leiten und sich im Rahmen einer Pressekonferenz (14 Uhr) vorstellen.

msc/mag/tru