Handball

Hendrik Pekeler vom THW Kiel ist Deutschlands "Handballer des Jahres"

Nach großen sportlichen Erfolgen - Eckerle gewinnt bei den Frauen

Pekeler ist Deutschlands "Handballer des Jahres"

Beim Finalturnier der Champions League als MVP ausgezeichnet - jetzt "Handballer des Jahres": Hendrik Pekeler.

Beim Finalturnier der Champions League als MVP ausgezeichnet - jetzt "Handballer des Jahres": Hendrik Pekeler. imago images

Schon seit 1978 wird der "Handballer des Jahres" von den Fans in Deutschland und den Lesern der "Handballwoche" gewählt. Diesmal setzte sich Pekeler mit 6406 Stimmen vor seinem Teamkollegen Niklas Landin (3586) und Johannes Bitter (TVB Stuttgart/3135) durch. Er tritt die Nachfolge von Rechtsaußen Timo Kastening (inzwischen MT Melsungen) an. Bei den Frauen ging die Wahl an Nationaltorhüterin Dinah Eckerle (Metz HB).

"Ich freue mich riesig über die Auszeichnung in diesem sehr besonderen Jahr", wird Pekeler auf der THW-Website zitiert. "Persönliche Auszeichnungen spiegeln oft die Leistungen in den jeweiligen Teams wider. Daher fühle ich mich privilegiert, in so tollen Mannschaften spielen zu können."

Meister und Champions-League-Sieger

Pekeler, bei der EM 2020 zum besten Abwehrspieler gewählt, hat mit dem THW Kiel ein überragendes sportliches Jahr hinter sich. Mit starken Leistungen trug der 29-Jährige maßgeblich dazu bei, dass die Kieler erstmals nach fünf Jahren wieder Meister wurden.

Die Krönung gab es dann in Kiel: Beim Final-Four-Turnier der Champions League glänzte Pekeler im Halbfinal-Drama gegen Veszprem als bester Torschütze und war auch im Endspiel gegen FC Barcelona ein Eckpfeiler auf dem Weg zum ersten Champions-League-Triumph seiner Karriere. Noch besser: Als erster deutscher Spieler wurde er in Köln zum MVP des Finalturniers gewählt.

Nach Henning Fritz (2004), Nikola Karabatic (2007, 2008), Filip Jicha (2009, 2010), Andreas Wolff (2016) und Patrick Wiencek (2018) ist Pekeler erst der sechste THW-Profi, der zum "Handballer des Jahres" gekürt wurde.

Nach WM-Verzicht gegen Hasskommentare zur Wehr gesetzt

Auf die Teilnahme an der WM in Ägypten hatte Pekeler coronabedingt aus persönlichen Gründen verzichtet, was ihm (und seinen Teamkollegen Wiencek und Steffen Weinhold) scharfe Kritik von Nationaltorhüter Wolff einbrachte.

Gegen darauf folgende Anfeindungen im Internet setzte sich Pekeler zur Wehr. Einen von vielen Hasskommentaren machte er auf Instagram öffentlich - was seinen Effekt nicht verfehlte. "Der junge Mann hat sich bei mir entschuldigt, daher habe ich die Story entfernt. Ich hoffe, dass es ihm (und die anderen Nachrichten, die ich gestern noch bekommen habe) eine Lehre war. Nur weil ihr im Internet 'anonym' seid, lasse ich mich von euch nicht beleidigen." Lobenswertes Engagement - auch abseits des Spielfelds.

ski

Deutschlands Handballer des Jahres seit 2000