3. Liga

Eintracht Braunschweigs Trainer Pedersen defensiv: "Wollen es den Sportfreunden Lotte schwer machen"

Schicksalsspiel für Braunschweigs Trainer?

Pedersen defensiv: "Wollen es Lotte schwer machen"

Zum Verzweifeln: Die Lage bei Henrik Pedersen und Eintracht Braunschweig spitzt sich zu.

Zum Verzweifeln: Die Lage bei Henrik Pedersen und Eintracht Braunschweig spitzt sich zu. imago

Spätestens seit dem beherzten Auftritt und der knappen 0:1-Pleite gegen den FC Bayern München in der ersten Runde des DFB-Pokal war die SV Drochtersen/Assel ganz Deutschland ein Begriff. Ähnlich wie der Rekordmeister hatte auch der krisengebeutelte Drittligist aus Niedersachsen große Probleme mit dem unterklassigen Klub aus dem Norden - fand jedoch keine glückliche Lösung und schied im Landespokal gegen die Spielvereinigung aus (4:5 i.E.).

Wann folgt der zweite Sieg?

Nach dem besorgniserregenden Zwischenstand in der Liga ist nun auch im zweiten Pokalwettbewerb vorzeitig Schluss (DFB-Pokal: 1:2 gegen Hertha BSC in Runde 1). Die Luft für Coach Pedersen wird zusehends dünner - und nun reisen die Sportfreunde Lotte zu den Löwen. Die Tecklenburger, die nach zuletzt fünf Partien ohne Niederlage die erste Pleite unter Coach Nils Drube hinnehmen mussten (1:2 beim 1. FC Kaiserslautern), stellen für Pedersen "eine schwere Aufgabe" dar.

"Lotte ist ein guter Gegner", lobt der Däne die Sportfreunde. "Unter dem neuen Trainer haben sie eine deutliche Idee umgesetzt", so der Coach, der seit seinem Amtsantritt lediglich sieben Zähler aus zehn Ligaspielen eingefahren hat. "Sie kommen viel über die Außen, spielen gutes Pressing und verfügen über ein gutes Umschaltspiel."

Klar tut die Situation den Jungs weh und nagt am Selbstvertrauen.

Henrik Pedersen

Dementsprechend müsse sein Team "von Anfang an mutig sein und mit Leidenschaft auftreten". Doch genau dies ist leichter gesagt als getan: Das Selbstvertrauen ist weg, das Grübeln in den Köpfen der Spieler, des Trainers und auch der Verantwortlichen hat eingesetzt. "Klar tut die Situation den Jungs weh und nagt am Selbstvertrauen", bestätigt der 40-Jährige, der trotz des Pokal-Aus noch eine Gnadenfrist seitens des Präsidiums erhalten hat (BTSV-Präsident Sebastian Eibel: "Henrik Pedersen wird am Samstag auf der Bank sitzen"), die missliche Lage.

Kruse als Stabilisator einer verunsicherten Elf?

Das Zünglein an der Waage könnte hierbei ein Neuzugang sein: Lukas Kruse. Der Torwart-Routinier wurde unter der Woche verpflichtet und stand direkt in der Startelf: "Er hat ein sehr überzeugendes Spiel gezeigt und enorme Ruhe ausgestrahlt", so das Lob des Trainers. Schafft es der 35-Jährige, diese Gelassenheit auf seine Vorderleute zu übertragen, und "bringen wir unsere Leistung, dann", gibt Pedersen das Versprechen, "werden wir es Lotte sehr, sehr schwer machen".

kög