Amateure

Paukenschlag bei der DJK Vilzing: Christian Stadler tritt zurück

Bayernliga Nord

Paukenschlag bei der DJK Vilzing: Trainer Christian Stadler beim Primus zurückgetreten

Christian Stadler ist nicht mehr Trainer der DJK Vilzing.

Christian Stadler ist nicht mehr Trainer der DJK Vilzing. imago images / Peter Kolb

Paukenschlag in Vilzing: Christian Stadler ist nicht mehr Trainer. Am Donnertag stellte der 47-Jährige seinen Posten beim Bayerliga-Spitzenreiter zur Überraschung aller zur Verfügung. "Christian hat mich am Dienstag über seine Pläne informiert, wir haben am Mittwoch noch mal dazu telefoniert und er hat mir dann am Donnerstagnachmittag seinen endgültigen Entschluss mitgeteilt", gibt Roland Dachauer einen Einblick in die letzten Tage bei der DJK Vilzing. "Wir finden die Entscheidung sehr schade und bedauern sie sehr, Christian hat in den letzten zwei Jahren hervorragende Arbeit bei uns geleistet", so der sportliche Leiter weiter. Stadler, so Dachauer, habe nach den Entwicklungen der letzten Wochen und der aktuellen Konstellation nicht mehr absolut das Gefühl gehabt, den angestrebten Erfolg erreichen zu können.

Stadler selbst mache seine Entscheidung traurig. "Ich habe unheimlich gerne in Vilzing gearbeitet", sagt er. Trotzdem sei seine Entscheidung nur konsequent. Mit der Mannschaft und den Ergebnissen in der Vorbereitung, stellt er klar, hat seine Entscheidung nichts zu tun. "Ich habe die sportliche Führung gebeten, wieder Ruhe einkehren zu lassen, welche bereits nach der ersten Testspielniederlage unter meiner Regie überhaupt, abhanden gekommen ist, da ich ansonsten den Erfolg gefährdet sehe." Diese Ruhe habe die DJK Vilzing bisher ausgezeichnet und mit dieser hätte man auch ganz sicher den Aufstieg gemeinsam geschafft. Leider, so Stadler, "wurde mein Appell trotz Ankündigung von Konsequenzen nicht gehört". Nichtsdestotrotz wünsche er dem Verein, den Fans, vor allem aber der Mannschaft alles erdenklich Gute. "Ich drücke die Daumen, dass der Aufstieg in die Regionalliga gelingt."

Kein Zerwürfnis

Dachauer sagt: "Natürlich gab es angesichts der Entwicklung und der Leistungen in der Vorbereitung einige kritische Worte in Richtung Mannschaft", das sei aber schlicht die Verantwortung der sportlichen Leitung, "den Finger zu heben, wenn wir Dinge feststellen - auch wenn es nur Kleinigkeiten sind". Über möglichen Gründe, warum Vilzing bisher nicht an das Leistungsniveau der Vor-Coronazeit anknüpfen konnte, sei man mit dem Trainer regelmäßig im Austausch und in vielen Punkten auch komplett einig gewesen. "Aber natürlich akzeptieren wir diese Entscheidung, es gab kein Zerwürfnis mit Mannschaft oder Verein, Christian hatte bei allen Verantwortlichen, den Spielern und dem gesamten Umfeld ein hohes Ansehen", erklärt Dachauer, der sich bei Stadler für dessen Arbeit in den letzten zwei Jahren ganz herzlich bedankt. "Christian wird immer ein gern gesehener Gast bei uns im Stadion sein."

Wie geht es nun aber bei der DJK Vilzing weiter? Zunächst soll Co-Trainer Erich Vogl, der bereits am Donnerstag das Training leitete und am Samstag beim Testspiel gegen Schalding-Heining das Coaching übernehmen wird, interimsweise die Mannschaft leiten. "Erich hat ein hohes Standing in der Mannschaft, er kennt unseren Verein im Detail und daneben war er schon im letzten Jahr sehr tief in die Trainingsarbeit eingebunden", sagt Dachauer. Intern soll das weitere Handeln dann kommende Woche besprochen werden. Natürlich, so der sportliche Leiter, müsse man auch "die unsichere Gesamtsituation im Blick haben" und macht keinen Hehl daraus, dass die aktuell fehlende Planungssicherheit an den Nerven aller nagt.

dw