Bundesliga

Passgeber Dahmen fordert bei Mainz 05 Flankenpflücker Zentner

Der Datenvergleich der Mainzer Keeper

Passgeber Dahmen fordert Flankenpflücker Zentner

Rivalen um das Tor in Mainz: Robin Zentner und Finn Dahmen (re.).

Rivalen um das Tor in Mainz: Robin Zentner und Finn Dahmen (re.). imago images (Montage)

Das belegen die Zahlen, berücksichtigt sind dabei die Spiele der Bundesliga im laufenden Jahr 2021 und der U-21-EM. Da wird deutlich, dass Dahmen am Ball stärker ist. Die Passquote des 23-Jährigen ist mit 82,1 Prozent deutlich besser als die der Nummer 1 (58,6 Prozent).

Der Herausforderer ist feiner mit dem Fuß, sucht den Flachpass im Aufbau, während Zentner häufig den langen Ball wählt, nämlich in beinahe zwei von drei Fällen (62,8 Prozent; Dahmen: 31,5 Prozent). Von den langen Schlägen des 26-Jährigen kommen mit 34,6 Prozent etwa zehn Prozent weniger an als von denen, die sein Herausforderer spielt (44,9 Prozent).

Abgewehrte Bälle: Vorteil Zentner?

Bei den abgewehrten Bällen jedoch hat Zentner die Nase vorne. In der Bundesliga liegt er bei 71 Prozent, Dahmen bei 52,4 Prozent. Bei der U-21-EM lag Dahmens Quote jedoch höher, bei 73,3 Prozent. Sehr unterschiedlich agieren die beiden Schlussmänner, wenn es um hohe Bälle im eigenen Strafraum geht. Zentner sucht da förmlich das Risiko, was ihn alle 70 Minuten eine Flanke abfangen lässt. Dahmen "pflückt" nur alle 210 Minuten eine Hereingabe des Gegners.

Svensson muss in gewisser Weise zwischen zwei unterschiedlichen Torwarttypen entscheiden. Für Zentner spricht neben seiner Wichtigkeit als Führungsfigur im Team auch die Tatsache, dass er das Duell mit Müller auf lange Sicht für sich entschieden hat. Doch Dahmen braucht in dieser Phase der Karriere Praxis. Vielleicht kommt im Fall der Fälle auch eine Leihe in Betracht, ähnlich wie vor einem Jahr bei Müller.

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