Handball

"Parodie und Wilder Westen": Heftige WM-Kritik von Norwegens Superstar Sander Sagosen

Norweger unzufrieden mit Vorkehrungen

"Parodie und Wilder Westen": Sagosens heftige WM-Kritik

"Ein großer Witz": Sander Sagosen über die Sicherheitsvorkehrungen.

"Ein großer Witz": Sander Sagosen über die Sicherheitsvorkehrungen. imago images

Im Teamhotel der Norweger gingen die Leute ein und aus, alle Mannschaften kämen außerdem beim Essen zusammen. Auch der weite Weg zur Trainingshalle sei ein Problem. All das lasse sich nicht mit der geschlossenen Blase vergleichen, in der sich die Handball-Frauen bei ihrer Europameisterschaft im Dezember aufgehalten hätten, wurde Sagosen von NTB weiter zitiert. "Ich weiß nicht, ob man das überhaupt eine Blase nennen kann", sagte er. "Alles bis jetzt war ein großer Witz." Seine Mannschaft befinde sich in einem "Schockzustand". Man könne nur alles daran setzen, um Coronavirus-Infektionen aus der Mannschaft fernzuhalten.

Hätte man die WM besser absagen sollen? Im Vorfeld war er "nicht dafür und hatte große Hoffnungen", sagte Sagosen zu diesem Thema. Aber nach seinen Erfahrungen nun vor Ort, "kann man die Frage danach stellen." Der Norweger kritisiert die Veranstalter der Mammut-WM mit 32 Teams innerhalb kurzer Zeit damit bereits zum zweiten Mal. Dass bei den Spielen zunächst Fans zugelassen werden sollten, hatte der Rückraum-Spieler als "völlig peinlich" und "zu dumm" bezeichnet.

Wie der dänische Rundfunksender DR berichtete, haben sich Norwegen, Schweden, Dänemark, Deutschland und Österreich gemeinsam an die Internationale Handball-Föderation gewandt, um Verbesserungen vor Ort zu fordern. Darüber hatte zuvor bereits DHB-Sportvorstand Axel Kromer berichtet.

dpa/sid/las

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