Bundesliga

Panathinaikos kann Hoffenheims Gacinovic nicht finanzieren

Serbe zu teuer für Athen - TSG lehnt weitere Leihe ab ­

Panathinaikos kann Gacinovic nicht finanzieren

Jubelt kommende Saison wohl nicht mehr für Panathinaikos Athen: Mijat Gacinovic.

Jubelt kommende Saison wohl nicht mehr für Panathinaikos Athen: Mijat Gacinovic. IMAGO/ANE Edition

Eines ist jedenfalls sicher: Die Leihe von Gacinovic zu den Griechen hat sich für alle Beteiligten gelohnt. Statt weiter in der Statistenrolle in Hoffenheim zu verharren und zu versauern, war der offensive Mittelfeldspieler im Winter nach Griechenland ausgewichen. Dort avancierte der 27-Jährige auf Anhieb zu einem Leistungsträger, konnte viel Spielpraxis sammeln und letztlich wesentlich zum Pokalsieg beitragen, indem er den entscheidenden Elfmeter im Finale herausholte.

Das kann aus Sicht von Ivan Jovanovic (59) gerne auch so weitergehen. Für den Panathinaikos-Trainer, wie Gacinovic Serbe, ist sein Landsmann der absolute Wunschspieler als fortan feste Verstärkung. Doch daraus wird wohl nichts. Denn dem Klub fehlen die finanziellen Mittel, um einen Transfer zu stemmen. Zwei Millionen Euro plus X dürfte die TSG aufrufen für den leichtfüßigen Dribbler, der im August 2020 im Tausch mit Steven Zuber aus Frankfurt kam und der noch bis 2024 vertraglich an Hoffenheim gebunden ist. Dem Vernehmen nach ist die TSG auch an einer erneuten Leihe, zu welchen Konditionen auch immer, nicht interessiert, auch wenn der aufnehmende Klub diesmal das komplette Gehalt übernähme. Selbst letztere Variante übersteigt wohl Athens Möglichkeiten.

Neue Perspektive für Gacinovic unter Breitenreiter?

Also läuft es darauf hinaus, dass sich Gacinovic am Wochenende wieder in Hoffenheim einfindet und sich dem neuen Cheftrainer André Breitenreiter präsentiert. Womöglich ergeben sich ja unter der neuen sportlichen Leitung auch neue Perspektiven für Gacinovic. Allerdings hat sich die TSG mit den ablösefrei geholten Grischa Prömel (von Union Berlin) und Finn Ole Becker (vom FC St. Pauli) bereits zweifach im Mittelfeld verstärkt. Da scheinen die Chancen für Gacinovic nicht eben gestiegen zu sein.

Um aber seine Hoffnungen auf die WM-Teilnahme mit der serbischen Nationalmannschaft zu wahren, benötigt der 23-malige Nationalspieler weiterhin regelmäßige Spielpraxis. Sollte die nicht in Hoffenheim absehbar sein, müsste ein Verein gefunden werden, der sich Gacinovic leisten kann.

Michael Pfeifer

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