2. Bundesliga

Lazarett des SV Darmstadt 98 lichtet sich

Darmstädter Lazarett lichtet sich

Palsson und Dursun wieder im Training

Darmstadts bester Angreifer Serdar Dursun ist zurück im Training.

Darmstadts bester Angreifer Serdar Dursun ist zurück im Training. imago images

Vor dem Spiel gegen Holstein Kiel (Sonntag, 13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) lichtet sich das Lazarett beim SV Darmstadt 98. Torjäger Serdar Dursun trainierte am Freitag nach seinem Muskelfaserriss wieder voll mit der Mannschaft. Nun müsse man sehen, wie er die Belastung weggesteckt habe, sagte Trainer Markus Anfang. Zur Kontrolle begab sich der Angreifer deswegen nach der Einheit zum Arzt. Dursun hatte sich die Verletzung im Spiel gegen Hannover (1:2) zugezogen und deswegen vergangene Woche gegen Heidenheim (0:3) pausiert.

Palsson fast zwei Monate ohne Training

Auch Victor Palsson absolvierte nach einer Hand- und einer Meniskus-Operation wieder erste Trainingsteile auf dem Platz. Wann er wieder spielen kann, ist laut Trainer Anfang aber offen. "Victor war 60 Tage nicht im Mannschaftstraining. Da ist die Frage, wie schnell wir ihn auf das Level bekommen, dass er uns auch helfen kann." Explizit ausschließen wollte der Coach jedoch nicht, dass der Isländer bereits in den beiden anstehenden englischen Wochen zum Einsatz kommen könnte.

Leichte Probleme mit dem Sprunggelenk hatte Winterneuzugang Thomas Isherwood, musste zuletzt mit dem Training aussetzen. Der Schwede gewöhne sich aber Stück für Stück an die Abläufe in Darmstadt. Mathias Wittek ist nach seiner schweren Knieverletzung dagegen noch keine Option für den Kader.

Hoffen auf das erste Kontertor

Erfreut zeigte sich der Coach über die Vertragsverlängerung mit Mannschaftskapitän Fabian Holland. "Fabi hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er wichtig ist für die Mannschaft. Mit seiner Routine bringt er viel Ruhe in die Mannschaft. Nicht umsonst ist er Kapitän", sagte Anfang und fügte an: "Das ist für beide Seiten eine absolut positive Meldung."

Bei dem eine Woche zuvor verpflichteten Christian Clemens baut Anfang vor allem auf dessen Schnelligkeit und Dynamik auf der Außenbahn. In dieser Saison habe die Mannschaft bislang noch keinen Konter mit einem Tor abgeschlossen. "Vielleicht bekommen wir durch seine Dynamik noch den einen oder anderen Impuls", sagte der Coach mit Blick auf den Ex-Kölner.

Anfangs gute Erinnerungen an Kiel

Nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander sind die Lilien auf Rang 14 abgerutscht - deutlich zu wenig für die Ansprüche Anfangs, aber auch der Mannschaft. "Wir sind alle nicht glücklich mit den Ergebnissen", sagte Anfang. "Der Ertrag steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den wir betrieben haben."

Nun kommt der Tabellenvierte aus Kiel ans Böllenfalltor. Das Spiel ist für Anfang nach eigener Aussage etwas ganz Besonderes. Schließlich waren die Norddeutschen seine erste Station als Profitrainer - und zudem eine ausgesprochen erfolgreiche: Unter Anfang stiegen die Störche 2017 in die Zweite Liga auf und verpassten im Jahr darauf erst in der Relegation gegen Wolfsburg den Durchmarsch in die Bundesliga.

Er habe noch guten Kontakt nach Kiel, sagte er. "Aber meine Aufgabe ist jetzt hier in Darmstadt. Auch hier haben wir ein gutes und intaktes Umfeld und eine willige Mannschaft. Wir werden versuchen, hier genauso erfolgreich zu sein."

Stephan Köhnlein

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