2. Bundesliga

Palsson für zwei Spiele gesperrt - Grammozis muss kreativ werden

Nach der Roten Karte gegen den KSC - Latza ist noch kein Kandidat

Palsson für zwei Spiele gesperrt - Grammozis muss kreativ werden

da gab es nichts zu deuteln: Schalkes Victor Palsson sieht von Schiedsrichter Christof Günsch die Rote Karte.

da gab es nichts zu deuteln: Schalkes Victor Palsson sieht von Schiedsrichter Christof Günsch die Rote Karte. imago images/Revierfoto

Als Schalkes Kapitän dem Karlsruher Marvin Wanitzek von hinten vehement in die Beine grätschte, war die Aufregung groß im Lager der Königsblauen. An der berechtigten Roten Karte für den 30-jährigen Isländer gab es keinen Deut zu rütteln, doch die Schalker wollten im Vorfeld ein nicht geahndetes Foul an Kollege Marius Bülter wahrgenommen haben. Berücksichtigung fanden die lautstarken Proteste nicht. Neben der Sperre wurde dem Sünder auch eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro aufgebrummt.

Und so müssen die Schalker in der Mittelfeldzentrale in den Spielen gegen die Aufsteiger Hansa Rostock (Samstag, 20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und Ingolstadt auf Palsson verzichten. Ein Umstand, den Dimitrios Grammozis schon jetzt umtreiben dürfte, denn der Trainer muss den Ausfall aufgrund mangelnder Breite im Kader kreativ auffangen. 

Proteste der Schalker halfen nichts.

Proteste der Schalker wegen eines vermeintlich vorangegangenen Fouls halfen nichts. imago images/Noah Wedel

Danny Latza, der nominelle Spielführer von S04, macht nach seiner schweren Knieverletzung aus dem ersten Saisonspiel gegen den HSV (1:3) zwar größere Fortschritte, als  man erwarten konnte, die Rückkehr ins Mannschaftstraining wird aber noch ein par Tage auf sich warten lassen. 

Eine Möglichkeit wäre, Itakura auf die Sechserposition zu beordern. Das war auch gegen den KSC schon der Fall, die sich auftuende Lücke im Zentrum des Dreierverbunds umging Grammozis mittels Viererkette. Eine Variante mit Itakura im Mittelfeld in Verbindung mit einer Dreierreihe erscheint eher unwahrscheinlich - Grammozis hat niemanden, dem er ohne Bauchschmerzen die Rolle des Abwehrchefs anvertrauen würde - nicht Dries Wouters und nicht Florian Flick.

Toni Lieto/bst

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