Bundesliga

Paderborn: Stadion-Umbau soll aufgeschoben werden

"Bis die Bundesliga-Zukunft geklärt ist"

Paderborn: Stadion-Umbau soll aufgeschoben werden

Die Benteler-Arena in Paderborn hätte eigentlich ausgebaut werden sollen.

Die Benteler-Arena in Paderborn hätte eigentlich ausgebaut werden sollen. imago images

Beim vielleicht für lange Zeit letzten Spiel mit großem Zuschauerandrang am 6. März gegen Köln stand sie im Mittelpunkt: die Paderborner Benteler-Arena. Die Spielstätte liegt zwar am Stadtrand außerhalb des Zentrums. Nur einen etwas weiteren Einwurf entfernt auf der anderen Straßenseite aber gibt es eine kleine Siedlung, deren Bewohner sich lange Zeit gegen den Bau des neuen Stadions für den SC Paderborn 07 gewehrt hatten. Als Kompromisslösung wurde seinerzeit zur Fertigstellung 2008 festgelegt, dass Veranstaltungen dort gemäß Betriebserlaubnis bis spätestens 22 Uhr beendet sein müssen - so kam kürzlich die für die Bundesliga an einem Freitagabend ungewöhnliche Anstoßzeit von 20 Uhr (statt 20.30 Uhr) zustande.

Auch aktuell geht es in Sachen Benteler-Arena um besondere Auflagen. Die DFL verlangt von jedem Bundesligisten, mindestens 8000 Sitzplätze bei Heimspielen anbieten zu können. Aktuell sind es nur 5800 in dem insgesamt 15 000 Zuschauer fassenden Karree. Der SCP erhielt eine Sondergenehmigung für die laufende Saison, verbunden mit der Verpflichtung, nachzubessern. Seit Februar laufen am kleinsten aktuellen Bundesliga-Spielort die Arbeiten, allerdings zunächst nur am Umbau der Westtribüne, wo ein neues, drittes Obergeschoss für den VIP-Bereich entsteht.

"Hier streben wir einen zeitlichen Aufschub an"

"Hiermit wollen wir auch dem heimischen Handwerk ein deutliches Zeichen geben", teilt der Verein zu den Beweggründen für ein Festhalten an dem Vorhaben mit. Der Bauabschnitt II, der auf der Nordtribüne die besagte Umwandlung zu Sitzplätzen vorsieht, solle dagegen zunächst auf sich warten lassen. Entsprechend ist man mit der DFL im Gespräch. "Hier streben wir einen zeitlichen Aufschub an - und zwar so lange, bis wir wissen, wie sich die Bundesliga-Zukunft darstellt", heißt es dazu von Vereinsseite.

Michael Richter