2. Bundesliga

Paderborn neuer Zweitliga-Spitzenreiter - Aue weiter sieglos

2. Liga, 7. Spieltag

Paderborn neuer Spitzenreiter - HSV nach feurigem Derby vor Bremen

Jubel beim SC Paderborn.

Jubel beim SC Paderborn. imago images/Jan Huebner

Der SC Paderborn hat am Sonntag Jahn Regensburg von der Tabellenspitze verdrängt und ist erstmals in der Klubgeschichte Zweitliga-Spitzenreiter. Das Team von Lukas Kwasniok kam im Erzgebirge zu einem deutlichen 4:1-Auswärtssieg - durch Tore von Stiepermann (4./48.), Michel (26.) und Platte (38.). Für Aue traf Gueye (51.), doch da war das Spiel bereits gelaufen. Nach sieben Spielen ist das desaströse Schlusslicht noch immer ohne Sieg. Die Konsequenz: Aue trennte sich unmittelbar nach der Pleite von Trainer Aleksey Shpilevski.

4:1 gewann auch der FC St. Pauli gegen den FC Ingolstadt. Zander (34.), Dittgen (50.), Burgstaller (61.) und Buchtmann (73.) sorgten für klare Verhältnisse - und Tabellenplatz drei für die Kiezkicker. Röhl (72.) ließ die Schanzer, die Vorletzter bleiben, nur ganz kurz hoffen.

Im dritten Sonntagsspiel gelang Darmstadt ein 1:0-Sieg gegen Dresden - und das, obwohl Schnellhardt bereits in der 8. Minute vom Platz flog, nachdem er mit gestrecktem und hohem Bein in einen Zweikampf mit Stark gegangen war. Standardspezialist Kempe schlug in der 15. Minute per direktem Freistoß zu, Dynamo-Keeper Broll sah dabei alles andere als gut aus. Übrigens beendete auch Dresden das Spiel zu zehnt: Kade sah Gelb-Rot (71.).

Ducksch im Pech und zwei Platzverweise: Werder verliert hitziges Derby

Derbysieger: Der HSV feiert bei Werder Bremen.

Derbysieger: Der HSV feiert bei Werder Bremen. Getty Images

Der Hamburger SV hat das erste Zweitliga-Nordderby bei Werder Bremen mit 2:0 gewonnen. Glatzel (2.) traf am Samstagabend früh, Heyer (45.+1) spät im ersten Durchgang, der voller Feuer war: Kapitän Groß sah Gelb-Rot nach einer übermotivierten Grätsche gegen HSV-Keeper Heuer Fernandes (31.), Ducksch wurden ein Elfmeter und - zu Recht - ein Freistoßtor verwehrt (36./42.). Weil kurz nach dem Seitenwechsel auch HSV-Kapitän Schonlau mit Gelb-Rot vom Feld musste, schöpfte Werder noch einmal Hoffnung, doch weil vor allem Joker Füllkrug zwei dicke Chancen ausließ, brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit und zogen in der Tabelle am Rivalen vorbei Richtung Spitzengruppe.

Zieler als Vorbereiter: Hannover bezwingt zehn Kieler klar

Die Schlüsselszene der Partie zwischen Kiel und Hannover (kurzfristig ohne Kapitän Franke) bekamen die Zuschauer schon in der 10. Minute zu sehen. KSV-Keeper Gelios patzte bei der Ballannahme, schoss Hinterseer an und wusste sich nur noch mit einem Trikotzupfer gegen den Angreifer zu helfen - Rot für den Schlussmann. Hannover machte mit Ernst ernst: Dessen abgefälschter Schuss landete acht Minuten später unhaltbar für den neuen Torhüter Dähne im Netz. In der 25. Minute schloss Kerk eine feine Kombination ab, dann setzte 96-Keeper Zieler mit einem klugen Abschlag Maina ein, der auf 3:0 stellte (34.). Damit war die Messe bereits vor der Pause gelesen, in der Folge tat sich nicht mehr allzu viel. Beier scheiterte an Dähne (49.), der eingewechselte Arp bei einem Freistoß an Zieler (66.). Es blieb beim verdienten 3:0 für die Niedersachsen, die den zweiten Sieg in Folge einfuhren.

Wieder Besuschkow - aber kein Sieger in Düsseldorf 

Auch in Düsseldorf gab es recht schnell Höhepunkte zu sehen. Der formstarke Regensburger Besuschkow nahm nahe des Sechzehnmeterecks Maß und traf ins lange Eck (18.), beinahe hätte Caliskaner (32.) per Kopf erhöht. Stattdessen stand es eine Zeigerumdrehung später 1:1, Startelfdebütant Bozenik machte es mit dem Schädel nach einer Hartherz-Flanke besser. Nach der Pause hätte der Slowake beinahe den Doppelpack geschnürt, sein Schlenzer verfehlte das Jahn-Gehäuse knapp (55.). Der nächste Aufreger erst in der 75. Minute: Kastenmeier verschätzte sich bei einer Ecke, Kennedy drückte das Leder hinter die Linie - allerdings mit der Hand. Der Treffer wurde aberkannt. So blieb es beim Remis in Düsseldorf, die Fortuna wartet damit weiter auf den ersten Heimsieg. 

Heidenheim lässt Rehnens Ligadebüt misslingen

Bei Sandhausen war gegen Heidenheim verletzungsbedingt Keeper Nummer drei gefragt, Nikolai Rehnen feierte sein Ligadebüt - doch schon in der 15. Minute musste er hinter sich greifen. Hüsing traf nach einer Ecke aus kurzer Distanz zur Gäste-Führung. Für den SVS ging auch danach vieles schief. Benschop scheiterte aus kurzer Distanz an Keeper Müller (27.), drei Minuten später verletzte sich Kapitän Diekmeier und in der 36. Minute traf Kleindienst nach einem Konter zum 2:0-Halbzeitstand für den FCH. Kleppinger nahm einen Dreifachwechsel vor, in der 53. Minute brachte tatsächlich der unter anderem eingewechselte Testroet die Hoffnung per Kopf zurück an den Hardtwald. Doch Heidenheim machte danach wieder Dampf, Kühlwetter (65.) und Kleindienst (79.) trafen Aluminium. In der 86. Minute machte Mainka aber doch alles klar - 3:1, gleichzeitig der Endstand. Der FCH mischt damit oben mit, während Sandhausen bei vier Zählern hängen bleibt.

Rekordtorjäger der 2. Liga: Terodde jetzt auf Augenhöhe mit Schatzschneider

Terodde stockt auf 150 auf - Schalke verliert dennoch

Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hatte sich der FC Schalke 04 auf den Weg nach oben gemacht, am Freitagabend wurden die Königsblauen aber beim 1:2 gegen den KSC ausgebremst. Dem KSC-Blitzstart durch Choi setzte S04-Torjäger Terodde schnell sein 150. Zweitliga-Tor entgegen. Schalke hatte vor allem nach der Pause die besseren Szenen, einen Kaminski-Treffer nahm der VAR aber zurück. Und nach Rot gegen Palsson kippte das Spiel. Wanitzeks Traumtor bescherte dem KSC drei Zähler.

Club-Joker stechen schnell

Nürnberg jubelt dank seiner Joker gegen Rostock und klettert vorerst auf Platz zwei.

Nürnberg jubelt dank seiner Joker gegen Rostock und klettert vorerst auf Platz zwei. imago images/Passion2Press

Der 1. FC Nürnberg tat sich schwer gegen Aufsteiger Rostock, ehe Trainer Robert Klauß mit Shuranov und Schleimer zwei Joker brachte, die in Ko-Produktion für das entscheidende 1:0 sorgten.

kon