2. Bundesliga

Paderborn, Kwasniok und das "Schwimmen"

SCP lässt sich nach guter erster Hälfte von den Nürnbergern überrumpeln

Paderborn, Kwasniok und das "Schwimmen"

War nach den 90 Minuten gegen den Club "glücklich" mit dem Resultat: Paderborns Trainer Lukas Kwasniok. 

War nach den 90 Minuten gegen den Club "glücklich" mit dem Resultat: Paderborns Trainer Lukas Kwasniok.  imago images

Alleine die Statistik der Torschüsse zeigte, dass der SC Paderborn am Freitagabend mit dem Ergebnis zufrieden sein musste. Die Ostwestfalen waren in den gesamten 90 Minuten nur drei Mal zum Abschluss gekommen - ein Viertel der Zahl, die der 1. FC Nürnberg erreichte. 

Nach der Partie meinte SCP-Coach Lukas Kwasniok: "Mit der ersten Halbzeit waren wir sehr zufrieden." Seine Mannschaft hatte es in Durchgang eins ja nicht nur verstanden, die Kreise der Nürnberger Mittelfeldraute einzuengen, sondern auch, das eigene Spiel breit anzulegen und auf diese Weise Räume zu finden. 

Während der Club das Tor von Jannik Huth nur zwei Mal ins Visier nahm und dabei ungefährlich blieb, kam Paderborn nach dem Führungstor durch Jannis Heuer (19.) zu einer weiteren Großchance, doch der Schuss von Dennis Srbeny wurde gerade noch geblockt (29.). Dass der SCP wenig später mit einer Führung in den Katakomben der Benteler-Arena verschwand, war durchaus verdient. 

Unterm Strich sind wir nach 90 Minuten und dem Verlauf glücklich.

Lukas Kwasniok

Nach Wiederbeginn wurde es dann deutlich komplizierter für Paderborn, weil es nun die Gäste waren, die ihrerseits dem SCP Aufgaben stellten. "Vom Anstoß an hast du gemerkt, dass es eng werden könnte. Genauso war es auch", sagte Kwasniok und gestand: "Wir kamen ins Schwimmen - spätestens mit dem 1:1. Wir hatten dann Glück, dass sie das Spiel nicht killen." Die beste Chance zur Entscheidung vergab Felix Lohkemper, als er mit Anbruch der Schlussviertelstunde am Pfosten scheiterte und damit das 3:1 für Nürnberg liegen ließ. 

Die Körpersprache des FCN, die plötzliche Offensivwucht, die Spielfreude von Mats Möller Daehli: All das bereitete Paderborn nach dem Seitenwechsel erhebliche Schwierigkeiten. Weil Sven Michel nach einem "Geniestreich von Justvan" (Kwasniok) trotzdem noch das 2:2 gelang (85.), konnte der SCP-Trainer später resümieren: "Unterm Strich sind wir nach 90 Minuten und dem Verlauf glücklich."

lei

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