Bundesliga

Gladbach: Oxfords Rückkehr macht sich bezahlt

Gladbach: Heute Härtetest für Elvedi

Oxfords Rückkehr macht sich bezahlt

Wird aktuell dringend benötigt: Reece Oxford.

Wird aktuell dringend benötigt: Reece Oxford. imago

Wie gut für die Borussia, dass Max Eberl bis zur letzten Minute hartnäckig geblieben ist. Obwohl sich West Ham United im Januar als unbequemer Verhandlungspartner erwiesen hatte, wollte der Sportdirektor im zähen Ringen um Reece Oxford keinesfalls aufgeben. Eberls Beharrlichkeit zahlt sich gerade in diesen Tagen aus: Oxford wird bei der Besetzung der Außenverteidigerpositionen dringend benötigt. Auch im Spiel bei Hannover 96 am Samstag dürfte der junge Engländer rechts in der Viererkette verteidigen.

Personalnotstand auf den Außenverteidigerpositionen

Es herrscht Personalnotstand auf den Außenverteidigerpositionen. Gestern gab Trainer Dieter Hecking bekannt, dass es bei Tony Jantschke (schwere Prellung im Kniegelenk) nicht für einen Einsatz in Hannover reicht. Dazu kommen die Langzeitverletzten Oscar Wendt (Muskelteilriss im Oberschenkel), Fabian Johnson (Rückenprobleme) und Mamadou Doucouré (Aufbautraining nach Muskelverletzung). Am heutigen Freitag absolviert zudem Nico Elvedi, der sich gegen Dortmund eine Kapsel- und Bänderdehnung im Sprunggelenk zugezogen hat, erstmal einen Härtetest, der darüber Aufschluss geben soll, ob beim Schweizer die Reise nach Niedersachsen überhaupt Sinn macht.

Bleibt als Fixpunkt momentan nur Oxford: Hannover wird sein sechster Pflichtspieleinsatz für die Fohlen, der zweite seit seiner Januar-Rückkehr - und wieder dürfte sich der 19-Jährige bestätigt fühlen, warum er die Leihe nach Mönchengladbach bis Sommer unbedingt fortsetzen wollte. "Am Ende der Hinrunde ist es für mich gut gelaufen bei der Borussia", sagte Oxford, "deswegen wollte ich unbedingt zurück."

Sollte Elvedi passen müssen, könnten die Fohlen bei 96 sogar mit einer englischen Abwehrzange auflaufen: U-23-Spieler Mandela Egbo (20), 2015 von Crystal Palace an den Niederrhein gewechselt, ist einer der Kandidaten, die Hecking als Alternative für die Außenverteidigerposition im Auge hat.

Doucouré "hoffentlich zur neuen Saison hundertprozentig fit"

Eine Rückkehr von Mamadou Doucouré (19) noch in dieser Saison dürfte dagegen ausgeschlossen sein. Borussias größter Pechvogel - seit Sommer 2016 fällt der Franzose wegen verschiedener schwerer Muskelverletzungen aus - trainiert zwar wieder mit der Mannschaft. Doch selbst die Personalnot verleitet die Verantwortlichen nicht dazu, Doucourés Comeback zu überstürzen. Hecking: "Mamadou war jetzt 20 Monate raus. Es macht keinen Sinn, ihn nach so langer Pause unter Druck zu setzen. Er soll weiter gut trainieren, dann ist er hoffentlich zur neuen Saison hundertprozentig fit."

Jan Lustig

Rekordjäger, Kilometerfresser und Glücksbringer