Bundesliga

Patrick Owomoyela: "In den Füßen sind die doppelt so gut"

BVB-Markenbotschafter spricht im "kicker meets DAZN"-Podcast

Owomoyela: "In den Füßen sind die doppelt so gut"

Hat das Geschehen beim BVB noch immer im Blick: Patrick Owomeyla.

Hat das Geschehen beim BVB noch immer im Blick: Patrick Owomeyla. imago images

"Die Mannschaft damals ist über Jahre zusammengewachsen. Die entscheidenden Positionen waren über drei, vier Jahre immer dabei. Das war eine gute Mischung: sehr viele erfahrene Spieler dabei, auch ein paar junge Wilde", erinnert sich Owomoyela im neuen "kicker meets DAZN"-Podcast und verrät, was das Team damals so stark gemacht hat. "Wir hatten Qualitäten, die nicht nur rein mit dem Sportlichen auf dem Rasen zu tun hatten", erklärt der 40-Jährige und meint damit mannschaftliche Geschlossenheit, Teamgeist oder einfach die Einstellung, für den Mitspieler mitzulaufen.

Dies dürfte auch eng mit der großen Verbundenheit zusammenhängen, die es damals in Dortmund gegeben hat. "Wir waren damals mindestens einmal die Woche in einem großen Kreis zusammen essen und waren am Wochenende zusammen feiern. Damals hatten wir nur uns Raufbolde und waren wirklich rund um die Uhr mehr oder weniger zusammen, zumindest in größeren Gruppen. Nicht wegen Grüppchenbildung, sondern weil wir uns alle so mochten und weil wir keine besseren Leute zum Abhängen hatten."

KMD #85 - Achim Beierlorzer
03. Mai 202101:32:51 Stunden

KMD #85 - Achim Beierlorzer

Das Bundesliga-Trainerkarussell läuft seit Wochen auf Hochtouren und bevor ihr alle endgültig einen Drehwurm kriegt, versuchen wir in der neuen Folge kicker meets DAZN mal die Hintergründe zu beleuchten. Verlieren die Profi-Trainer ihre Glaubwürdigkeit? Warum hat plötzlich jeder eine Ausstiegsklausel? Und sind 25 Millionen Euro für Julian Nagelsmann zu viel oder gerade genug? Wir diskutieren darüber mit Achim Beierlorzer, der zuletzt in Köln und Mainz an der Seitenlinie stand und uns ganz nebenbei noch ordentlich Mathe-Nachhilfe gibt. Außerdem erklärt uns kicker-Reporter Oliver Hartmann, wer bei RB Leipzig in der kommenden Saison eigentlich noch übrig bleibt. Und wir sprechen über das Nachholspiel Mainz-Hertha, die Halbfinals im DFB-Pokal und die Thioune-Entlassung beim HSV. Diese KMD-Folge wird unterstützt von Microsoft Teams, dem Lionel Messi unter den Chatprogrammen! Mehr Infos unter https://www.microsoft.com/de-de/microsoft-teams/businesses-on-teams

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Heute ist vieles anders

Heutzutage "sieht man das nicht mehr so viel", merkt Owomoyela an - ohne dabei die aktuelle BVB-Mannschaft deswegen kritisieren zu wollen. Die Situation sei einfach anders. "Sehr viele haben jetzt schon Familie - und gehen nach Hause. Das ist absolut in Ordnung, aber es ist anders als damals", sagt der 40-Jährige und stellt zugleich fest: "Man merkt dann schon, wenn die Mannschaft nicht das Einzige und Allerwichtigste ist."

Viele Dinge seien inzwischen schlicht anders. So erinnert sich Owomoyela daran, dass es zu seiner Zeit keine persönlichen Köche gegeben hat, so sei "Pasta mit Sahnesauce vom Italiener geliefert" worden. Themen wie Ernährung oder auch die Ausbildung in der Jugend stünden viel mehr im Vordergrund. Das führe dann auch dazu, dass "junge Spieler früher fertig sind" - und folglich auch früher in ihren Mannschaften Akzente setzen. Jadon Sancho (20) oder Erling Haaland (19) dürften gute Beispiele dafür sein.

In den Füßen sind die doppelt so gut wie wir es damals waren.

Patrick Owomoyela

Das aktuelle BVB-Team mit der 2012er Double-Mannschaft zu vergleichen sei so schwierig, da die Spieler andere und anders sind. "In den Füßen sind die doppelt so gut wie wir es damals waren", lobt Owomoyela die heutige Generation, die "wahnsinnig viel Qualität" besitzt, "aber manchmal vermisse ich so ein bisschen, dass alle an derselben Schnur ziehen". Eine Vermutung, warum er diesen Eindruck hat, schiebt er dann auch noch hinterher: "Man merkt schon, dass viele internationale Spieler dabei sind, die eben vielleicht auch manchmal auf der Durchreise sind. Das kann am Ende dazu führen, dass man nicht ganz so geschlossen ist."

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drm