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Owen lässt das Old Trafford erbeben

Überblick: Ballack trifft für Chelsea - Gunners schießen scharf

Owen lässt das Old Trafford erbeben

Fußball, Premier League: Michael Owen (Manchester United) jubelt

Uniteds Derby-Held: Michael Owen kann sein Glück kaum fassen. picture-alliance

Zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren konnte man vor einem Manchester-Derby von einem Duell auf Augenhöhe sprechen. Doch United wollte den - aufgrund der Millionen-Investitionen sowie des Traumstarts (vier Spiele, vier Siege) - aufmüpfigen Nachbarn gleich in die Schranken weisen. Nach zwei Minuten stand's 1:0! Rooney nutzte Evras Hereingabe zum Blitzstart. City, ohne den gesperrten Adebayor, dafür doch mit dem Ex-Red-Devil Tevez, zeigte sich unbeeindruckt, den Ausgleich begünstige United-Keeper Foster, der bei einem langen Pass unsinnigerweise sein Tor verlassen hatte und gegen Tevez den Ball verlor. Barry traf ins leere Tor (16.). Mit leichten Vorteilen für die Gäste ging's weiter, Tevez, ein echter Unruheherd, traf kurz vor der Pause noch den Pfosten.

Der 6. Spieltag

Zweiter Durchgang - und wieder gelang den Hausherren der Turbo-Start: Fletcher köpfte Giggs' Flanke zum 2:1 ein (49.). Die schnelle Antwort - Bellamys 16-Meter-Knaller genau in den Winkel (53.) - folgte zwar erneut, aber jetzt gab's nur noch eine Richtung: Shay Given. United drängte ohne Pause, doch der City-Schlussmann lief zur Höchstform auf: Gegen Berbatov (66./69.) und Giggs (70.) parierte der Ire überragend. Nur gegen sein Schreckgespenst war er machtlos: Wieder traf Fletcher nach Giggs-Hereingabe per Kopf (81.). Doch es wurde noch verrückter! City glich in der Schlussminute aus - unter gütiger Mithilfe: Ferdinand versuchte es als letzter Mann mit einem Lupfer und kam dann Bellamy nicht mehr hinterher, der Foster zum zweiten Mal überwand. Aber Schluss war noch längst nicht: Die 96. Minute lief, als Giggs einen Weltklasse-Pass auf Joker Owen schlug, und der ließ das Old Trafford beben. Ein denkwürdiger Abschluss eines denkwürdigen Derbys.

Chelsea schießt die Spurs ab - auch Ballack trifft

Nachdem die "Lückenfüller" Wolverhampton gegen Fulham (2:1) sowie Everton gegen Blackburn (3:0) ab- bzw. angepfiffen waren, stieg das zweite Sonntags-Topspiel: Chelsea vs. Tottenham, Spitzenduell und Derby in einem. Und die Blues bestanden den ersten echten Härtetest, fuhren saisonübergreifend den elften Sieg in Folge ein (Klub-Rekord!) und bleiben mit Maximal-Punktzahl Erster. Allerdings waren es die Spurs, die die Partie zunächst klar beherrschten. Defoe vergab allein vor Cech die größte Chance (12.). Chelsea, das nur bei Bosingwas Latten-Kracher einmal aufhorchen ließ (8.), fing sich nur langsam - und traf aus dem Nichts: Drogbas ebenso lange wie präzise Flanke drückte Ashley Cole aus wenigen Metern per Kopf über die Linie (33.).

Fußball, Premier League: Michael Ballack (FC Chelsea) trifft zum 2:0 gegen Tottenham Hotspur

Saisontor Nummer drei: Michael Ballack trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 für Chelsea. picture-alliance

Als Schiedsrichter Webb den Spurs zu Beginn der zweiten Hälfte einen klaren Elfmeter versagte, nahm das Unheil für die Gäste seinen Lauf: Ballack erhöhte aus kurzer Distanz (58.) - und wurde wenig später ausgewechselt -, Drogba legte umgehend das 3:0 nach. Mit ihrer körperlichen Präsenz und Kompaktheit im Mittelfeld zogen die Ancelotti-Schützlinge Tottenham den Zahn und feierte einen letztlich völlig verdienten Sieg.

Burnley präsentiert sich ungewohnt torhungrig

Ein Torverhältnis von 2:9 nach fünf Spielen hört sich nicht unbedingt nach einem guten Start an. Doch diese beiden mageren Törchen hatten jeweils für einen 1:0-Heimsieg von Aufsteiger Burnley gereicht. Und der Neuling blieb auch beim dritten Heimspiel siegreich, diesmal sogar ungewohnt torhungrig: 3:1 hieß das Endergebnis am Samstagmittag gegen Sunderland, das nach Alexanders Elfmetertor (13.) durch Darren Bent zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (39.). Im zweiten Durchgang avancierte Nugent mit einem Doppelpack (67., 86.) zum Mann des Spiels.

Auch Mitaufsteiger Birmingham gewann: Der eingewechselte O'Connor köpfte die "Blues" zum 1:0-Auswärtssieg in Hull (75.).

Gunners in Torlaune

Der FC Arsenal war am Samstagnachmittag gegen Wigan fast zum Siegen verdammt, wollte die Wenger-Elf nicht wieder einmal frühzeitig einem dicken Punkterückstand hinterherlaufen. Die Sorge war unbegründet, Fabregas & Co. spielten konzentriert auf und erzielten in schöner Regelmäßigkeit ihre Tore: Abwehrspieler Vermaelen machte es den Stürmern zunächst vor (25., 49.), ehe Eduardo auch einnetzte (59.). Fabregas rundete das Ergebnis in der Schlussminute ab.

Reds weiter in die Erfolgsspur

Radoslav Kovac gegen Steven Gerrard

Liverpools Kapitän Steven Gerrard (re.) im Kopfballduell mit West Hams Radoslav Kovac. imago

Der FC Liverpool setzt seine Aufholjagd fort. Das schwach in die Saison gestartete Team von Trainer Rafael Benitez gewan am Samstagabend mit 3:2 (2:2) bei West Ham United. Durch den vierten Sieg in Folge setzen sich die Reds langsam aber sicher vorne fest.

Matchwinner Liverpools war einmal mehr Fernando Torres. Der spanische Europameister erzielte zwei Tore (20., 75.), den dritten Treffer steuerte Kuijt (41.) bei. Für die Londoner trafen Diamanti in der 29. Minute per Strafstoß sowie Carlton Cole (45.). Mit lediglich vier Punkten aus fünf Partien bleibt West Ham hinter den Erwartungen zurück.