2. Bundesliga

Osnabrücks neue Möglichkeiten mit Kerk

VfL hält dem Dauerdruck stand

Osnabrücks neue Möglichkeiten mit Kerk

Standardspezialist: Osnabrücks Sebastian Kerk.

Standardspezialist: Osnabrücks Sebastian Kerk. imago images

Angesichts von 15:21 Torschüssen, 42 Prozent Ballbesitz und einer Zweikampfquote von 47 Prozent musste Osnabrück mit dem etwas schmeichelhaften Punktgewinn in Fürth zufrieden sein. "Fürth hat eine sehr gute Mannschaft, kombinationsstark, ballsicher, es war nicht einfach", analysierte VfL-Coach Marco Grote nach seinem Debüt als Zweitliga-Trainer. "Wir haben uns etwas entsprechendes überlegt, was wir aber schnell wieder geändert haben, weil Fürth anders aufgetreten ist, als erwartet."

Die SpVgg nämlich agierte nicht im 4-3-3-, sondern im 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld und setzte dem VfL vor allem in der ersten Hälfte gehörig zu. Grote hatte seine Elf überraschend mit einer Dreierkette aufs Feld geschickt: Ex-Fürther Lukas Gugganig, Rückkehrer Timo Beermann und Kapitän Maurice Trapp bildeten das kopfballstarke Zentrum. Die Außenverteidiger Bashkim Ajdini und Ken Reichel wirkten dagegen überfordert, offenbarten Tempo-Defizite und wurden regelrecht überrannt.

VfL Osnabrück - Vereinsdaten
VfL Osnabrück

Gründungsdatum

17.04.1899

Vereinsfarben

Lila-Weiß

Trainersteckbrief Grote
Grote

Grote Marco

VfL Osnabrück - Termine
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Erzgebirge Aue Erzgebirge Aue
3
2
Hannover 96 Hannover 96
3
1. FC Heidenheim 1. FC Heidenheim
3
Spielersteckbrief Kerk
Kerk

Kerk Sebastian

Grotes Umstellungen greifen

Spielbericht

Grotes Umstellungen zur Pause aber fruchteten: Taktisch zog er Gugganig ins defensive Mittelfeld vor und operierte mit einer Viererkette, was die gefährlichen Flügelangriffe der Franken eindämmte. Zudem bewies er mit der Hereinnahme von Marc Heider, Ulrich Taffertshofer (beide 46.), Etienne Amenyido (60.) und Bryan Henning (68.) ein gutes Händchen. Die Joker brachten frischen Wind und sorgten dafür, dass sich Osnabrück im letzten Spielviertel klar steigern konnte und sogar noch an einem Dreier schnupperte: Ein Freistoß von Sebastian Kerk war bereits für den linken Winkel bestimmt, doch Kleeblatt-Innenverteidiger Maximilian Bauer klärte auf der Linie (80.).

Kerk macht Hoffnung

Kerk war neben dem starken Torwart Philipp Kühn ohnehin auffälligster VfL-Spieler an diesem Nachmittag. Der Neuzugang sorgte mit Flanken und Standards für Gefahr und bereitete auch den Ausgleichstreffer vor: Seine flache Flanke fand am zweiten Pfosten mit Christian Santos ein weiteres neues Gesicht, der mit langem Bein eiskalt verwertete (26.). Kerk, das war schon bei seinem ersten Liga-Auftritt für die Lila-Weißen zu sehen, erweitert die Möglichkeiten und kann mit seinen Qualitäten für mehr Torgefahr sorgen.

"In der zweiten Hälfte konnten wir es besser lösen. Wir nehmen den Punkt gerne mit, weil es alles andere als selbstverständlich ist, hier einen Punkt mitnehmen zu können", zog Grote ein positives Fazit.

cru

Die Trikots der Zweitligisten für die Saison 2020/21