2. Bundesliga

Osnabrück auswärts eine Macht - Grote will sich "nicht beschweren"

VfL-Coach hat keine Anlaufschwierigkeiten

Osnabrück auswärts eine Macht - Grote will sich "nicht beschweren"

Er fühlt sich wohl beim VfL: Osnabrücks Trainer Marco Grote.

Er fühlt sich wohl beim VfL: Osnabrücks Trainer Marco Grote. imago images

Nach neun absolvierten Ligaspielen ist Osnabrück Tabellenfünfter und hat lediglich zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Fürth. Während es zu Hause noch durchwachsen läuft (13., 2/1/1, 6:7 Tore), ist der VfL das drittbeste Team in der Fremde (2/3/0, 7:4 Tore). Die Lila-Weißen sind - wenn man so will - Corona-Auswärtsmeister im Unterhaus. Seit dem Ausbruch der Pandemie - zehn Ligaspiele und eines im DFB-Pokal - hat Osnabrück in fremden Stadien nicht mehr verloren. Am Freitag entführte der VfL drei Punkte vom Millerntor.

Den Auswärtssieg beim FC St. Pauli nannte Trainer Marco Grote im "Sportclub" des NDR "ganz sicher glücklich, vielleicht auch dreckig". Das aber gehöre zum Fußball eben dazu. "Es war ein Sieg der mannschaftlichen Geschlossenheit", bekräftigte der VfL-Coach. Zwei Nebendarsteller schlüpften in Hauptrollen: Auf der linken Außenbahn blieb der stark aufspielende Startelf-Debütant Kevin Wolze fehlerfrei. Und auch Lukas Gugganig, nach vier Partien erstmals wieder in der Startelf, wusste im defensiven Mittelfeld zu gefallen.

Was nach dem knappen Auswärtssieg aber doch störte: Offensivspieler Etienne Amenyido sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt somit am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den KSC. Auch deswegen hofft Grote darauf, dass Stürmer Christian Santos bis dahin seine Zerrung auskuriert hat.

HSV ist für Grote weiter Top-Favorit

Insgesamt laufe es "ganz gut", gab Grote im NDR zu: "Ich würde mich nicht beschweren wollen." Den HSV sehe er trotz der jüngst ausbleibenden Ergebnisse weiter als Top-Favorit. Mit seiner Spielidee braucht sich der VfL aber vor niemandem im Unterhaus verstecken. Grote ist Verfechter von gepflegtem Kurzpassspiel, das aber nicht auf reinem Ballbesitz-Fußball beruhe, sondern als "zielgerichtetes" Spiel verstanden werden soll.

Vom ersten Telefonat mit Sportdirektor Benjamin Schmedes bis zum heutigen Tag habe "alles viel Spaß gemacht". Im Vergleich zu Werder Bremen, seiner vorherigen Station, sei alles "nicht so wahnsinnig anders". Diese unaufgeregte, besonnene Art von Grote überträgt sich auf den Rasen - und soll mithelfen, am Samstag auch die Heimbilanz langsam aufzupolieren.

msc/bk

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