Bundesliga

Arminia Bielefeld: Stefan Ortegas Aufstieg zu den "Elfmeter-Tötern"

Arminia Bielefeld: Von Burdenski über Koch bis Kneib

Ortegas Aufstieg zu den "Elfmeter-Tötern"

Mit seiner Elfmeterparade in Bielefeld verewigt: Stefan Ortega.

Mit seiner Elfmeterparade in Bielefeld verewigt: Stefan Ortega. imago images

Freude über eine mehr als ordentliche Leistung und das Gefühl, in der Bundesliga mithalten zu können - zugleich Enttäuschung über die mittlerweile siebte Niederlage am Stück: Wie die Gesamtstimmung im Bielefelder Lager gestaltete sich auch die Gemütsverfassung der Nummer 1 nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim hohen Favoriten RB Leipzig. Stefan Ortega musste im Kasten zweimal hinter sich greifen und konnte sich entsprechend nur mäßig über eine Aktion freuen, die für gewöhnlich Glücksgefühle unter den Vertretern seiner Zunft auslöst: Den nach 73 Minuten von Leipzigs Alexander Sörloth getretenen und von ihm gehaltenen Foulelfmeter.

Zwar zeigte sich Ortega "froh, dass ich meine Hand endlich an den Ball bekommen habe". Doch der 28-Jährige räumte zugleich ein: "Ich hätte ihn lieber reingelassen, hätten wir dafür etwas mitgenommen."

Spielersteckbrief Burdenski
Burdenski

Burdenski Dieter

Spielersteckbrief Isoaho
Isoaho

Isoaho Olli

Spielersteckbrief Kneib
Kneib

Kneib Wolfgang

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Ortega

Ortega Stefan

Arminia Bielefeld - Vereinsdaten
Arminia Bielefeld

Gründungsdatum

03.05.1905

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß-Blau

Arminia Bielefeld - Termine
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Zwei Elfmeter und ein 1:11 für Isoaho

Immerhin, auch wenn er sich dafür nichts kaufen kann: In Leipzig sicherte sich Ortega ein kleines Stück Bielefelder Bundesliga-Geschichte. Er ist der siebte Arminia-Keeper, der in der Bundesliga einen Strafstoß parieren konnte. Der Schlussmann reiht sich damit in eine Galerie von Namen ein, die vielen heute noch ein Begriff sind: Da ist etwa Olli Isoaho, der 1982/83 einmal 15 Spiele im Tor der Ostwestfalen absolvierte. Zu seinem Leidwesen wird der ehemalige finnische Nationaltorhüter wohl für immer mit dem bitteren 1:11 im Westfalen-Derby bei Borussia Dortmund am 6. November 1982, Arminias höchster Bundesliga-Niederlage, in Verbindung gebracht werden. Aber: Zwei Elfmeter konnte der heute 64-Jährige in seiner Zeit auf der Alm entschärfen.

Der gerade 70 Jahre alt gewordene Dieter Burdenski, 1971/72 in Bielefeld, sowie die beiden heutigen Torwarttrainer Mathias Hain (FC St. Pauli) und Georg Koch (zuletzt Fortuna Köln), die ebenfalls für die Ostwestfalen im Kasten standen, können auf jeweils einen gehaltenen Elfer gegen Arminia in der Bundesliga zurückblicken. Zdenko Miletic, bis zum Sommer noch Torwartcoach in Augsburg und einst beim DSC Kollege von Uli Stein, entschärfte sogar einst in den Neunzigern drei Strafstöße für den diesjährigen Aufsteiger.

Kneib steht ganz oben

Spitzenreiter unter den Bielefelder "Elfmeter-Tötern" ist jedoch Wolfgang Kneib: Der heute 68-Jährige hielt in 133 Bundesliga-Spielen vier Elfmeter. Ein vereinsinterner Rekord, der durch eine weitere Besonderheit veredelt wird: Am 16. März 1985 traf Kneib in Handschuhen eine Minute vor Schluss selbst zum 2:2-Endstand gegen Eintracht Frankfurt - damals ebenfalls vom Punkt.

Michael Richter

Bilder zur Partie RB Leipzig - Arminia Bielefeld