Bundesliga

RB Leipzig: Orban vermisst "Effizienz", Nagelsmann einen "Goalgetter"

Leipzigs Kapitän Sabitzer gibt klare Saisonziele aus

Orban vermisst "Effizienz", Nagelsmann einen "Goalgetter"

Er ärgerte sich nicht nur über das Endergebnis gegen Bayern: RB-Trainer Julian Nagelsmann.

Er ärgerte sich nicht nur über das Endergebnis gegen Bayern: RB-Trainer Julian Nagelsmann. imago images

"Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, wir haben Bayern phasenweise sehr weit hinten reingedrückt, blickte RB-Trainer Julian Nagelsmann bei "Sky" auf das Spiel zurück: "Wir waren die klar bessere Mannschaft, hatten vier Riesenchancen, haben leider nur jedes Mal vorbeigeschossen."

Zwei Dinge machte der Trainer letztlich als ursächlich für die Niederlage aus. Zum einen das Gegentor, das man so nicht hätte kassieren dürfen. "Wir hatten mehrfach angesprochen, dass viele tiefe Pässe aus dem Mittelfeld kommen - wir haben einmal den Laufweg nicht begleitet." Gemeint war damit Joshua Kimmichs Superpass in den Lauf von Thomas Müller, der anschließend Leon Goretzkas 1:0-Siegtreffer auflegte.

Das war dann auch gleich der zweite Aspekt, den nicht nur Nagelsmann ausgemacht hatte. "Der Unterschied ist, dass Goretzka den am Ende des Tages macht", sagte der Coach und zielte damit auf die zahlreichen eigenen vergebenen Chancen ab. "Die Qualität im Torabschluss hat gefehlt", stellte der 33-Jährige fest und war damit einer Meinung mit seinem Kapitän. "Sie machen aus einer Chance das Tor, das war der Unterschied", sagte Marcel Sabitzer.

Nagelsmann vermisst klassischen Torjäger

Und RB? "Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt, waren dominant", stellte Sabitzer fest, meinte aber auch: "Im letzten Drittel hat uns was gefehlt. Nach der Halbzeit haben wir uns sehr gut präsentiert, da müssen wir auch einen machen - und wenn man kein Tor macht, dann tut es weh." Ähnlich fiel das Urteil von Willi Orban aus. "Es war mehr drin", haderte der ungarische Nationalverteidiger und beklagte die fehlende "Effizienz. Das Tor hat gefehlt."

Nagelsmann wies darauf hin, dass seine Elf nicht zum ersten Mal in der laufenden Saison Durchschlagskraft hatte vermissen lassen. Mit Verweis auf die große Diskrepanz zu den Bayern, die 31 Tore mehr erzielt haben, vermisste der Trainer einen klassischen Torjäger. "Es täte uns gut, wenn wir einen Goalgetter hätten", gab Nagelsmann zu: "Normalerweise fangen wir das im Kollektiv auf, doch in so einem Spitzenspiel wie heute, müssen wir es besser machen. So kommt zu wenig dabei raus."

Wir brauchen kein Hotel in Berlin buchen.

Oliver Mintzlaff

Ungeachtet dessen steht eins außer Frage: Jammern hilft den Sachsen nun auch nicht weiter. Die "Meisterschaft ist so gut wie abgehakt", wie Orban feststellte, die Saison aber keineswegs gelaufen. So gilt es, "Platz zwei in der Liga zu verteidigen und den Pokal zu gewinnen", wie Sabitzer sagte.

Worte, die RB-Boss Oliver Mintzlaff nicht allzu gern hörte - vor allem in Hinblick auf den Pokal. "Es nervt mich über den Pokal und Berlin zu sprechen", hatte dieser nämlich zuvor zu Protokoll gegeben. "Wir müssen erst einmal ins Finale einziehen und dafür muss man das Halbfinale gewinnen - und das haben wir noch nicht getan. Das hat auch nichts mit Respekt zu tun, wenn wir schon über Berlin sprechen. Wir brauchen kein Hotel in Berlin buchen."

drm

Bilder zur Partie RB Leipzig - Bayern München