DFB-Pokal

Orakel Schubert: "Unentschieden und Verlängerung habe ich mir nicht gewünscht"

Ingolstadts Trainer legt Fokus auf die Liga

Orakel Schubert: "Unentschieden und Verlängerung habe ich mir nicht gewünscht"

Applaus für die Leistung seiner Ingolstädter im Pokal, aber ab jetzt wieder Fokus auf die Liga.

Applaus für die Leistung seiner Ingolstädter im Pokal, aber ab jetzt wieder Fokus auf die Liga. imago images/Eibner

Bereits vor der Pokalpartie gegen Borussia Dortmund hatte Ingolstadts Trainer Andre Schubert bei "Sky" gesagt, dass das Spiel "völlig zur Unzeit" käme. Der neue Coach der Schanzer, der bislang in drei Ligaspielen (0/1/2) auch keine Trendwende beim seit vergangenen Wochenende Tabellenletzten der zweiten Liga herbeiführen konnte, "hätte lieber trainiert, ich hätte lieber Dinge gefestigt, die im Moment notwendig sind. Aber dann fahren wir halt nach Dortmund."

Schubert orakelt Teil 1

Und wenn die Oberbayern dann schon einmal da waren, dann machten sie dem Titelverteidiger gleich ordentlich das Leben schwer. "Wir werden nicht so oft den Ball haben, wir werden viel laufen müssen", orakelte Schubert bereits vor der Partie. Und in der Tat hatte der FCI über das gesamte Spiel nicht einmal 20 Prozent Ballbesitz - doch entscheidend war: Der BVB machte lange wenig aus seinem optischen Übergewicht, weil Ingolstadt mit der neuen Fünferabwehrkette viele Angriffe schon vor dem Strafraum abblockte.

"Wir haben das erste Mal mit Fünferkette gespielt, haben es so gut wie gar nicht trainieren können in der Kürze der Zeit, aber das haben sie taktisch klug, mit viel Geduld gemacht", freute sich Schubert über den engagierten Defensiv-Auftritt seiner Elf. Obwohl es lange 0:0 stand, machte sich der erfahrene Coach keine größeren Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis: "Ich kenne mich im Fußball ja schon ein bisschen aus und du hast schon das Gefühl, irgendwann wird der Druck so groß."

Bitte kein Unentschieden und Verlängerung

Vielmehr überraschte Schubert mit einer besonderen Aussage, die gerade im Pokal nicht so oft vorkommt: "Und ganz ehrlich: Ein Unentschieden jetzt und Verlängerung, habe ich mir auch nicht gewünscht, weil wir sind echt an der Kante gerade und ich bin froh, wenn wir am Sonntag wieder alle 100 Prozent geben können." Personell sieht es bei den Schanzern nämlich nicht allzu rosig aus.

Schubert orakelt Teil 2

Ein direktes Weiterkommen, hätte Schubert aber schon mitgenommen, doch dann kam die Zeit von Joker Thorgan Hazard, der innerhalb von nicht einmal zehn Minuten als Joker den 2:0-Endstand besorgte - und wieder hatte es einer geahnt: "Ich habe ihm vorher gesagt, er soll ein bisschen halblang machen. Er ist ein guter Spieler und macht dann auch ein Tor, er hat Qualität. Heute hätte er es lassen können, aber ich bin ihm auch nicht böse", berichtete Schubert.

Dass er und sein Team aus dem Pokalauftritt doch noch etwas mitnehmen können, dessen war sich der Coach dann doch sicher: "Wir können gut verteidigen, wenn wir uns konzentrieren. Wir alle nehmen für uns mit, dass wir eine kleine Entwicklung sehen und da müssen wir weitermachen." Am besten schon am Sonntag gegen Regensburg (13.30 Uhr).

sts

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