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Opel: Manta - und Manta!

Komplett neuer Manta-e ab 2025 – und schon jetzt der Manta GSe ElektroMOD als Restomod

Opel: Manta - und Manta!

Opel Manta-e: Eher Crossover statt Coupé.

Opel Manta-e: Eher Crossover statt Coupé. Hersteller

Auch Opel will jetzt rein elektrisch werden. Über alle Kanäle ging in der vergangenen Woche die Nachricht, dass man dem Verbrenner "ade" sagen und ab 2028 zumindest in Europa komplett auf batterieelektrische Fahrzeuge setzen will.

Erste Vorboten sind schon jetzt im Opel-Programm zu finden – Corsa-e, Mokka-e und Zafira-e Life heißen sie, auch vom neuen Astra, der für Herbst avisiert ist, wird es eine rein elektrische Version geben, der Vivaro-e Hydrogen fährt sogar mit Wasserstoff.

Und schon 2025 könnte sich ein wiederauferstandener Manta dazugesellen. So hat es Opel-Chef Michael Lohscheller auf dem EV-Day des Mutterkonzerns Stellantis angekündigt. "Der Manta ist eine echte Ikone in der Geschichte unsere Marke und eine Inspiration für ihre Zukunft", sagte Lohscheller und versprach: "Bis Mitte des Jahrzehnts werden wir einen neuen Manta in Serie bringen", natürlich sei der dann elektrisch.

Grasgrün wie der Mokka

Das Grasgrün und das farblich schwarz abgesetzte Dach des Manta-e kennt man schon vom Mokka-e. Was nähere Details betrifft, hüllt sich Opel noch in Schweigen – weder lässt man wissen, wie lang der neue Manta werden soll noch welchen Elektroantrieb er bekommt, wie hoch die Reichweite ausfällt und auf welcher Plattform er basieren wird. Denkbar ist, dass es sich dabei um eine ganz neue Stellantis-Architektur handelt.

So cool das Teil ist, das erste Computerzeichnungen zeigen – mit dem sportcoupéhaften Ur-Manta hat der neue Manta-e nicht viel zu tun, auch wenn Opel immer wieder betont, wie sehr dessen Design vom legendären Vorgänger beinflusst worden ist. Offensichtlich steckt der Manta-e in einem Crossover-Kleid, offensichtlich handelt es sich um einen Fünftürer. Die Fans der Ikone aus den Jahren 1970 bis 1988 werden sich darin nur sehr bedingt wiederfinden.

Opel Manta GSe ElektroMOD 

Opel Manta GSe ElektroMod: Alt trifft auf Neu. Hersteller

Aber auch sie werden bedient, und zwar schon sehr konkret: Der neongelbe Manta GSe ElektroMOD ist eine Reminiszenz an den Manta A von 1970. Kurze Begriffserklärung: Die sogenannten Restomods sind Fahrzeuge, die eine klassische (Original-)Karosserie mit modernen und teils auch aktuellen Designelementen in eine neuzeitliche Form bringen. Daher auch der Name – Restomod vereint die Verben "restaurieren" und "modifizieren".

Stärker als der GT/E

Opel Manta GSe ElektroMOD 

Neues Cockpit: Digital-Displays statt Rundinstrumente. Hersteller

Beim Manta GSe sieht das dann so aus, dass man den einst verbauten 1,6-l-Vierzylinder mit seinen überschaubaren 59 kW/80 PS durch einen deutlich stärkeren Elektromotor mit 108 kW/147 PS ersetzt hat. Das erklärt auch den Buchstaben "e" in "GSe". Leistungstechnisch lässt der selbst den Manta GT/E hinter sich, der 1974 und 1975 der Stärkste der ersten Manta-Generation gewesen ist, mit gerade einmal 77 kW/105 PS.

Die Antriebskräfte des Manta GSe werden an die Hinterachse geleitet, zuständig ist das Original-Vierganggetriebe, das – ungewöhnlich für ein Elektroauto – entweder manuell zu schalten ist oder aber, sofern der Fahrer einfach den vierten Gang einlegt, zur Automatik wird.

200 Kilometer Reichweite

Eine Lithium-Batterie mit 31 kWh soll eine "mittlere Reichweite" von rund 200 Kilometern ermöglichen. Geladen wird dreiphasig und mithilfe eines 9-kW-Onboard-Chargers, in knapp vier Stunden soll der Akku wieder komplett befüllt sein.

Aus dem Interieur haben sich die klassischen Rundinstrumente verabschiedet und zwei integrierten Widescreens Platz gemacht, eine Bluetooth-Box von Marshall macht die Musik. Und an der Front trägt der Manta GSe ElektroMOD ein Display, auf dem er Botschaften visualisieren kann. "I’m on a zero e-mission" beispielsweise, vielleicht aber auch ganz einfach "Manta, Manta".

Ulla Ellmer