Bundesliga

Mainz: Onisiwo "wie Lewandowski" - Burkardt selbstkritisch

Mainzer Sturmduo erlebt Galaabend

Onisiwo "wie Lewandowski" - Burkardt zeigt Selbstkritik

Gegen Augsburg kaum zu bremsen: Karim Onisiwo (re., mit Jean-Paul Boetius).

Gegen Augsburg kaum zu bremsen: Karim Onisiwo (re., mit Jean-Paul Boetius). picture alliance / Eibner-Pressefoto

"Onisiwo konnte heute machen, was er will. Wie Lewandowski gegen die gesamte Liga", schimpfte Rafal Gikiewicz, der bedauernswerte Schlussmann des FC Augsburg, am Freitagabend in der Mewa-Arena nach der 1:4-Schlappe seines Klubs. Mit seinem Tor zum 1:0 und den Vorlagen zum 3:0 und 4:1 kommt Onisiwo auf drei Scorerpunkte. Genauso viele heimste Burkardt vor den Augen von Bundestrainer Hansi Flick ein, der das Geschehen zusammen mit Assistent Marcus Sorg von der Tribüne aus verfolgte: Das 2:0 von Bell legte Burkardt gekonnt auf, das 3:0 und 4:1 besorgte er persönlich.

"Beide haben drei Scorerpunkte und zudem sehr viel für die Mannschaft getan, immer auch in der eigenen Hälfte mitgemacht, das freut mich für sie, aber auch, wie sie der Mannschaft geholfen haben", resümierte Trainer Bo Svensson. "Wir sind glücklich über den Sieg und die Leistung. In der ersten Hälfte haben wir sehr gut umgesetzt, was wir machen wollten. In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen den Faden verloren, was immer ein Thema ist bei uns", kritisierte der 05-Coach.

Burkardt trotz Doppelpack selbstkritisch

Der Überflieger des Abends war "Jonny" Burkardt, dem im 50. Bundesligaspiel der erste Doppelpack gelang. Mit vier Saisontreffern hat er bereits mehr als in seinen ersten drei Bundesligajahren, in denen er insgesamt nur dreimal traf. "Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag und ein sehr schöner Fußballabend für das ganze Team, weil wir alle heute eine gute Leistung gezeigt haben", sagte der selbstkritische Stürmer. "Heute bin ich zufrieden mit meiner Leistung, aber es geht immer noch besser, ich hatte noch eine Chance, bei der mein erster Kontakt nicht perfekt war, um die Chance noch größer zu machen. Effektivität ist eine Sache, an der ich weiter arbeiten möchte. Daran verändert auch das eine Spiel jetzt nichts", ergänzte er.

Es waren die Tore zwei und drei, die er vor den Augen von Flick erzielte, beim 2:0-Sieg der Mainzer bei der TSG Hoffenheim hatte der Bundestrainer ebenfalls auf der Tribüne gesessen. Dass er gegen Augsburg wieder da war, erfuhr U-21-Kapitän Burkardt erst nach dem Spiel. "Das ist eine schöne Nebensache, aber wichtiger ist, dass wir heute gewonnen und eine gute Teamleistung geboten haben", gab sich Burkardt gewohnt bescheiden.

Michael Ebert

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