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Olympic Virtual Series: IOC startet erstmals eSport-Event

Virtuelle Wettkämpfe im Mai und Juni

Olympic Virtual Series: IOC startet erstmals eSport-Event

eSport wird dank der Olympic Virtual Series zumindest ein wenig olympisch.

eSport wird dank der Olympic Virtual Series zumindest ein wenig olympisch. IOC

Mit der Olympic Virtual Series (OVS) initiiert das Internationale Olympische Komitee (IOC) erstmals eine Serie für den eSport. Wie das IOC am Donnerstag bekannt gab, wird die Veranstaltung vom 13. Mai bis 23. Juni 2021 und damit im Vorfeld der Olympischen Sommerspielen in Tokio stattfinden. Kooperationspartner der OVS sind verschiedene Publisher sowie die internationalen Fachverbände in den Sportarten Baseball, Rudern, Segeln sowie Rad- und Motorsport.

Bei den entsprechenden Titeln soll es sich um eBaseball Powerful Pro Baseball 2020 von Konami, Zwift, Virtual Regatta und Gran Turismo von Sony Interactive handeln - zur digitalen Umsetzung im Rudern ist noch nichts bekannt. Die FIFA, die FIBA, die ITF sowie World Taekwondo haben bereits Interesse bekundet, sich an künftigen OVS-Ausgaben zu beteiligen. Die teilnehmenden Verbände sind dazu angehalten, auch individuelle Online-Formate zur Partizipation durch die weltweiten Anhänger auszuarbeiten.

Ziel sei es einerseits, so das IOC, mit der OVS ein neues Publikum für die Olympischen Spiele zu erreichen. Andererseits wolle man die physischen und nicht-physischen Formen des Sports näher zusammenführen. In der Vergangenheit hatte sich das IOC einer Annäherung an den eSport weitestgehend verschlossen, ehe im vergangenen Februar die Förderung der Entwicklung von virtuellem Sport in die sogenannte Agenda 2020+5 aufgenommen worden war.

ESBD sieht "spannende Anknüpfungspunkte"

"Die Olympic Virtual Series ist eine neue, einzigartige und digitale Olympia-Erfahrung, die darauf abzielt, den Austausch mit neuen Zielgruppen im Bereich des virtuellen Sports zu fördern", erklärte IOC-Präsident Thomas Bach zur neuen Serie. Diese ermutige "zur Teilhabe am Sport und fördert die Wahrnehmung der olympischen Werte, insbesondere im Bereich der Jugend".

Positiv aufgenommen wurde die Ankündigung vom eSport-Bund Deutschland (ESBD). "Wir freuen uns, dass das IOC eine eigene Liga aufbaut und sich dem eSport öffnet", sagte dessen Präsident Daniel Luther. "Die zahlreichen Disziplinen des eSports bieten für viele Menschen spannende Anknüpfungspunkte - ob Sportspiel, Strategie oder Shooter. Der ESBD hofft, dass zukünftig auch weitere etablierte eSport-Titel dazukommen."

Zumindest die besagten Shooter werden es allerdings schwer haben, olympische Akzeptanz zu erlangen. Bach hatte in der Vergangenheit regelmäßig von "roten Linien" gesprochen, die nicht überschritten werden dürften. Er bezog sich in dieser Hinsicht explizit auf "Killerspiele", die die olympischen Werte verletzen würden.

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Patrick Wichmann