Eishockey

Oilers trennen sich von Yakupov

Edmonton: Stürmer wechselt nach St. Louis

Oilers trennen sich von Yakupov

Nail Yakupov

Verabschiedet sich von den Oilers: Nail Yakupov. Getty Images

Verblüffend am Transfer des 23-jährigen Russen war insbesondere der vergleichsweise sehr niedrige Gegenwert, für den der Angreifer zum Conference-Finalisten des Frühjahrs aus Missouri wechselte. So spielte der im Gegenzug zu Yakupov in die Organisation der Oilers wechselnde Zach Pochiro (22) in der vergangenen Saison weitestgehend in der zweitklassigen ECHL und ist damit kaum mehr als eine Ergänzung für Edmontons AHL-Farmteam, den Bakersfield Condors. Immerhin: Das ebenfalls ausgehandelte Draftrecht der Blues, das die Oilers erhalten, könnte sich noch von einem der dritten Runde zu einem der zweiten verbessern, falls Yakupov für die Blues in der kommenden Spielzeit 15 Tore oder mehr erzielt.

"Ich bin den Oilers dankbar, dass sie mich in die NHL holten, aber jetzt freue ich mich auf den Wechsel zu einem der Topteams der Liga. Denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es ist, zu gewinnen", erklärte Yakupov, der in vier Saisons bei den seit längerem strauchelnden Oilers in einem schwierigen Umfeld hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben war, die der Außenstürmer im Juniorenbereich geweckt hatte und die Edmonton dazu bewogen hatten, Yakupov im Draft 2012 an allererster Stelle auszuwählen.

Damit tauschte Peter Chiarelli, der General Manager der Oilers, binnen weniger Monate bereits den zweiten "First Overall" zu einem anderen Klub, nachdem bereits Taylor Hall im Sommer für Verteidiger Adam Larsson zu den New Jersey Devils transferiert worden war. Auch Yakupovs Abgang ist offenkundig der weiteren Verstärkung der Defensive geschuldet. Denn laut kanadischen Medienberichten wird Edmonton am Samstag die Verpflichtung von Abwehrspieler Kris Russell (29) verkünden, der zunächst für ein Jahr unterschreibt.

Der Umbau der Oilers schreitet damit zwei Tage nach der Ernennung von Connor McDavid als jüngstem Kapitän der NHL-Geschichte weiter voran. Um den 19-jährigen Jungstar sowie unter anderem auch Draisaitl (20) will Edmonton ein Team aufbauen, das erstmals seit über einem Jahrzehnt wieder den Einzug in die Play-offs schafft.

jom