2. Bundesliga

Fortuna Düsseldorfs Ofori drängt ins Team

Kownacki kehrt in Düsseldorfer Kader zurück

Ofori drängt ins Team - Prib fehlt Rösler weiterhin

Düsseldorfs Kelvin Ofori könnte in die Startelf rutschen.

Düsseldorfs Kelvin Ofori könnte in die Startelf rutschen. imago images

Eine "absolute Pflicht" zum Gewinnen? Nein, die sieht Uwe Rösler nicht. Der Trainer von Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf weiß aber, dass seine Mannschaft am kommenden Samstag gegen Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers (13 Uhr, LIVE! bei kicker) ein wenig mehr in der Pflicht steht zu punkten als zuletzt. Nach dem verkorksten Saison-Auftakt gegen den Hamburger SV (1:2) möchte es die Fortuna nun besser machen. "Ich erwarte ein anderes Spielbild", sagt Rösler. Anders als in Hamburg ist sein Team nun zweifellos der Favorit, auch wenn der Coach bremst: "Man muss der Mannschaft Zeit geben und dann abrechnen."

"Ofori war eine Belebung"

Vor allem das eigene Offensivspiel drängte sich für Verbesserungen auf, einfach wird die Belebung des Angriffs aber nicht. Spielmacher Edgar Prib fällt laut Rösler mit einer Muskelverletzung am Samstag definitiv aus, Flügelflitzer Nana Ampomah fehlt gelb-rot-gesperrt und der junge Pole Jakub Piotrowski überzeugte noch nicht auf Anhieb. Stattdessen könnte erstmals Kelvin Ofori in die Startelf rutschen, aber auch Eigengewächs Shinta Appelkamp drängt sich für den kreativen Part im Zentrum auf. "Ofori fand ich sehr willig, auch wenn er sich etwas zu tief hat fallen lassen", sagt Rösler. "Er war eine Belebung." Ofori werde in Zukunft aber auf jeden Fall mehr "Spielzeit bekommen" - vielleicht schon gegen Würzburg, möglicherweise aber auch erst wieder von der Bank aus.

Bleibt Karaman?

Das Personalpuzzle bleibt für den 51 Jahre alten Trainer kompliziert. Der Verpflichtung eines weiteren Kreativen für das Mittelfeld erteilte Rösler eine Absage: "Wir haben kein Budget für Panikkäufe." Dringender ist es ohnehin in der Abwehr, wo links und zentral noch massiver Handlungsbedarf besteht. Außerdem könnte sich auch im Sturm noch eine Baustelle öffnen, wenn Kenan Karaman den Absprung schafft. Der türkische Nationalspieler ist wechselwillig, trainierte in dieser Woche aber wieder mit der Mannschaft. Ein Verbleib scheint nicht mehr ausgeschlossen, optimistisch klang Rösler aber auch nicht.

Dafür rückt Dawid Kownacki wieder näher ans Team. Nachdem der 23-Jährige am Mittwoch im Regionalligateam (0:0 gegen 1. FC Köln II) mitspielte, steht er am Samstag voraussichtlich wieder im Aufgebot der Fortunen. "Man muss ihm aber Zeit geben, in Ruhe in Form zu kommen", betont der Coach. "Dann wird er auch wieder der sein, für den der Klub 7,5 Millionen Euro bezahlt hat."

Jim Decker

Klub für Klub: Die Sommer-Transfers der Zweitligisten