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Offiziell: PSG verlängert den Vertrag mit Trainer Tuchel

Arbeitspapier des Deutschen läuft nun bis Juni 2021

Offiziell: PSG verlängert den Vertrag mit Trainer Tuchel

Sie pflegen ein gutes Verhältnis: PSG-Superstar Neymar (vorne) und Thomas Tuchel.

Sie pflegen ein gutes Verhältnis: PSG-Superstar Neymar (vorne) und Thomas Tuchel. imago images

Die Unterstützung der Fans berühre ihn sehr, wird Tuchel in der offiziellen PSG-Mitteilung zitiert. "Ich bin sicher, dass das Beste noch vor uns liegt." Boss Al-Khelaifi bescheinigte seinem Coach "fantastische Energie und große Leidenschaft für den Fußball", zudem immenses Fachwissen.

Im Juni 2018 war Tuchel zu PSG gekommen, unter der Leitung des Deutschen gelang dem Hauptstadtklub abermals der Gewinn der Meisterschaft - mit 16 Punkten Vorsprung vor dem Zweiten Lille. Weitere Titel blieben Neymar & Co. verwehrt, in den französischen Pokal-Wettbewerben unterlag das Starensemble im Finale (Coupe de France, 5:6 i.E. gegen Stade Rennes) bzw. Viertelfinale (Coupe de la Ligue, 1:2 gegen EA Guingamp).

Ein weiteres angepeiltes Ziel wurde verpasst. PSG musste auch unter Tuchel in der Königsklasse mal wieder bereits im Achtelfinale die Segel streichen - weil Manchester United den längeren Atem bewies.

Das Vertrauen von PSG-Boss Al-Khelaifi ist aber offenkundig ungebrochen in den deutschen Cheftrainer - und auch der sieht seine Zukunft in Paris. Am Samstag wurde Tuchels bisheriger Vertrag, der noch Gültigkeit bis 2020 besaß, vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Aus dem Umfeld ist auch immer wieder zu hören, wie gut Tuchel bei seinen Spielern ankommt. Im Januar hatte ihn Superstar Neymar, der in der entscheidenden Saisonphase mal wieder verletzt fehlte, gegenüber "BeIn Sports" ausdrücklich gelobt: "Er ist liebevoll, weiß aber auch, wann es nötig ist, uns die Ohren lang zu ziehen. Er ist ein sehr ruhiger Mensch, der aber auch viel verlangt. Er will immer das Beste für das Team und für jeden Spieler."

Neymar: "Man gibt sein Leben für ihn auf dem Platz"

Bei "Canal+" erklärte der stets emotionale Brasilianer auch sein gutes Verhältnis zu Tuchel. "Ich habe seit unserem ersten Gespräch große Zuneigung für ihn entwickelt, und wenn man solch eine große Zuneigung für seinen Trainer fühlt, gibt man sein Leben für ihn auf dem Platz. Ich werde für ihn mein Bestes geben, um zu gewinnen", so der 27-Jährige. Im großen kicker-Interview bestätigte Frankreichs Weltmeister-Trainer Didier Deschamps Anfang März den Eindruck von Tuchels Standing in Paris ("Er ist im Klub sehr beliebt").

Bei der Verhandlung über den neuen Vertrag, der mehr als die bislang knapp fünf Millionen Euro vorsehen dürfte, soll es auch um das Thema Kaderplanung gegangen sein. Sportdirektor Antero Henrique und der ehemalige BVB-Coach pflegten in der jüngeren Vergangenheit kein sonderlich gutes Verhältnis. Immer wieder sollen Transferwünsche von Tuchel unerfüllt geblieben sein. Nun will er wohl mehr Befugnisse und Einsicht in die Planung des Kaders der Zukunft. Im Sommer wird sich zeigen, wie viel Mitspracherecht Tuchel wirklich hat. Laut France Football soll PSG beispielsweise am Brasilianer Allan vom SSC Neapel interessiert sein und für den 28-Jährigen 50 Millionen Euro bieten. Einem Weggang von Superstar Kylian Mbappé schob der Klub jüngst vehement einen Riegel vor.

msc/aho

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