Bundesliga

Offiziell: Christian Seifert kündigt DFL-Rücktritt 2022 an

"Diese Entscheidung ist bereits jetzt wichtig"

Offiziell: Seifert kündigt DFL-Rücktritt 2022 an

Seit 2005 bei der DFL tätig: Christian Seifert.

Seit 2005 bei der DFL tätig: Christian Seifert. imago images

"Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen", heißt es in einer persönlichen Erklärung Seiferts am Montagmorgen. "Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde."

Seifert ist seit 2005 bei der DFL und hat in den vergangenen 15 Jahren vor allem durch die Vermarktung der TV-Rechte die Bundesliga in neue Sphären gehoben. In diesem Frühjahr steuerte er die Bundesliga erfolgreich durch die Corona-Krise, das DFL-Hygienekonzept diente aus Vorbild für andere Ligen und Sportarten.

DFL-Aufsichtsrat bedauert den "Einschnitt" sehr

"Diese Entscheidung ist bereits jetzt wichtig, damit der Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit erhält, diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen", so Seifert weiter.

Der DFL-Aufsichtsrat reagierte "mit großem Bedauern" auf Seiferts Ankündigung. "Der Wechsel an der Spitze der DFL bedeutet einen Einschnitt", sagte Peters. "Christian Seifert hat in mehr als 15 Jahren herausragende Arbeit geleistet und damit wesentlich zum Erfolg von Bundesliga und 2. Bundesliga beigetragen."

"In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen"

Seifert formuliert es so: "In meiner Funktion an der Spitze der DFL konnte ich die Entwicklung einer der größten Sportligen der Welt, einer bedeutenden gesellschaftlichen Institution sowie den Aufbau eines der innovativsten Medienunternehmen Deutschlands aktiv gestalten. Das war Ehre und Freude zugleich." Aber: "In zwei Jahren möchte ich ein neues berufliches Kapitel aufschlagen."

Bis dahin werde er sich in seinen DFL-Funktionen "auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren", so der 51-Jährige weiter. Im September war er bereits aus dem DFB-Präsidialausschuss ausgeschieden.

Der DFL bleiben nun knapp zwei Jahre, um einen neuen Geschäftsführer zu finden. "Der Aufsichtsrat wird die Neubesetzung ohne Zeitdruck professionell angehen und hierzu einen umfassenden Prozess aufsetzen", kündigte Peters am Montag an.

jpe

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