Bundesliga

Offiziell: Max Eberl wird Sportvorstand beim FC Bayern

Neue Organisationsstruktur beim Rekordmeister

Offiziell: Eberl wird Sportvorstand beim FC Bayern

Arbeitet zukünftig wieder für den FC Bayern: Max Eberl.

Arbeitet zukünftig wieder für den FC Bayern: Max Eberl. IMAGO/Ulrich Wagner

Kurz nach dem Abpfiff des letzten Spieltags der Vorsaison, als Bayern durch den Treffer von Jamal Musiala Dortmund dramatisch die Meisterschaft entrissen hatte, war bekannt geworden, dass die Münchner künftig nicht mehr mit dem Vorstandsduo Oliver Kahn/Hasan Salihamidzic weiterarbeiten würden - beide waren von ihren Ämtern entbunden worden.

Die frei gewordene Stelle von Vorstandschef Kahn wurde durch den vorherigen Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen schnell neu besetzt, etwa zwei Monate später folgte mit Christoph Freund ein neuer Sportdirektor. Ab dem 1. März nun bekommt der Österreicher mit Max Eberl wie erwartet einen ehemaligen Bayern-Spieler als Sportvorstand zur Seite gestellt. Das gab der deutsche Rekordmeister am Montag offiziell bekannt.

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Während einer Aufsichtsratssitzung der FC Bayern München AG wurde einstimmig beschlossen, dass Eberl ab 1. März 2024 neuer Sportvorstand des Rekordmeisters  wird. Der 50-Jährige wird mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2027 ausgestattet und freut sich auf seine neue Aufgabe. "Ich habe meine gesamte Kindheit und Jugend beim FC Bayern und in München verbracht, daher ist es etwas Besonderes für mich, jetzt in neuer Rolle wieder zu dem Verein zurückzukehren, bei dem alles begonnen hat", wird Eberl in einer Vereinsmitteilung zitiert. Der erfahrene Manager sprach zudem davon, dass seine kommende "Aufgabe als Sportvorstand eine große Herausforderung" sei, die er "mit viel Respekt, Demut und  Vorfreude" angehen möchte. 

"Wir freuen uns sehr, Max Eberl als neuen Sportvorstand verpflichtet zu haben", erklärte indes Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Hainer, der nicht nur die Erfahrung von Eberl schätzt, sondern eben auch dessen Bayern-Vergangenheit. "Er bringt nicht nur eine jahrzehntelange Erfahrung im Fußball-Managementbereich mit, sondern hat auch einst beim FC Bayern mit dem Fußball begonnen und ist hier zum Profi geworden. Wir sind davon überzeugt, dass er die Zukunft dieses Klubs erfolgreich gestalten und prägen wird."

Neue Organisationsstruktur beim FCB

Christoph Freund

Wie reagiert er auf die Verpflichtung von Max Eberl? Christoph Freund. IMAGO/Revierfoto

Durch die Verpflichtung von Eberl kommt es auch organisatorisch zu Änderungen. Wie der Rekordmeister bekanntgab, wird sich der Vorstand der FC Bayern München AG ab dem 1. Juli 2024 künftig aus drei Positionen zusammensetzen: dem Vorstandsvorsitzenden Jan-Christian Dreesen, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Michael Diederich (Finanzen & Vertrieb) sowie Max Eberl (Vorstand Sport).

Die Münchner erhoffen sich mit dem neuen Organisationsaufbau, durch schlanke und effiziente Strukturen kurze Abstimmungen und dynamische Entscheidungen zu ermöglichen. Auf diese Art wolle man "immer handlungsschnell " sein. 

Bis Ende Juni wird der Vorstand noch aus vier Personen bestehen: dem Vorsitzenden Jan-Christian Dreesen, seinem stellvertretenden Vorsitzenden Michael Diederich, Sportvorstand Max Eberl sowie Marketing-Vorstand Andreas Jung, der nach 25 Jahren beim FCB seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern wird. Ferner wurde die Aufsichtsratsspitze um Herbert Hainer im Amt bestätigt. Hainer als Vorsitzender und seine drei Stellvertreter Werner Zedelius, Gernot Döllner und Jan Heinemann wurden einstimmig bestätigt.

Spannend wird sein, wie sich Eberl mit Freund künftig die Aufgaben teilt - und wie Letzterer die neue Konstellation wahrnimmt respektive für sich bewertet. Denn all die von ihm bislang geschaffenen Strukturen könnten bald erneut verändert werden. Zumal Eberl, wie üblich in dieser Position, höchstwahrscheinlich einen engen Vertrauten mitbringen wird. Steffen Korell, Kaderplaner in Mönchengladbach, wird gehandelt. 

Leipzig kassiert 4,5 Millionen Euro

Eberl wurde in der Jugend des FC Bayern zum Profi ausgebildet, kam für die Münchner in der Bundesliga aber nur einmal zum Einsatz. Über Bochum und Fürth landete Eberl bei Borussia Mönchengladbach, wo er insgesamt sechs Jahre spielte und nach seiner Karriere zunächst Nachwuchsdirektor wurde. Ab 2008 war Eberl Sportdirektor bei den Fohlen, ehe er Anfang 2022 um die Auflösung seines Vertrags bat.

Ende 2022 übernahm Eberl bei RB Leipzig den Posten als Geschäftsführer Sport, knapp zehn Monate später war wegen "fehlendem Commitment zum Klub" bereits wieder Schluss bei den Sachsen. Bereits damals kamen Spekulationen um ein zeitnahes Engagement Eberls beim FC Bayern auf. Die Leipziger dürfen sich immerhin noch über eine satte Ablöse freuen: Nach kicker-Informationen zahlen die Bayern 4,5 Millionen Euro.

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