Bundesliga

Özil: Bremen mischt mit!

Schalke: Wechsel zum VfB geplatzt - Zu viel Gehalt für Hannover

Özil: Bremen mischt mit!

Özil für Schalke am Ball

Özil für Schalke am Ball - ein Bild, das der Vergangenheit angehört. imago

Zum Beispiel hinter der Ablöse, die Schalke für sein vertraglich bis 2009 gebundenes, aber in Ungnade gefallenes Top-Talent aufruft. In Gesprächen mit dem VfB Stuttgart forderte Manager Andreas Müller (44) nach kicker-Informationen sechs Millionen Euro. Der Wechsel scheiterte am Mittwoch, da die Schwaben Özil zunächst nur bis Saisonende ausleihen und sich für Sommer eine Kaufoption sichern wollten. Den gleichen Plan verfolgte ein ausländischer Klub. Müller kontert: "Das machen wir auf keinen Fall. Es kommt nur ein Verkauf infrage, und zwar zu unseren Bedingungen. Mesut wird von allen als größtes Talent der Liga gepriesen, da wollen wir eine marktgerechte Ablöse."

Derweil habe VfB-Manager Horst Heldt (38) im Gespräch mit Müller angekündigt, kein neues Angebot mehr abzugeben: "Die Sache ist durch." Dabei waren sich Özil und Stuttgart über die Details einer Zusammenarbeit angeblich bereits einig. Davon weit entfernt ist Hannover 96. Sportdirektor Christian Hochstätter (44) und Trainer Dieter Hecking (43) trafen sich am Mittwochnachmittag mit Özil und dessen Berater Reza Fazeli. Ergebnis: Özils Gehaltsvorstellungen würden bei den Niedersachsen den Rahmen sprengen. Hochstätter: "Auch mit einem nachgebesserten Angebot bekämen wir es nicht innerhalb unseres Gehaltsgefüges nicht hin." Von der Ablöse noch gar nicht zu reden. Hecking: "Erst wenn sich der Spieler für uns entschieden hätte, würden wir in Verhandlungen mit Schalke eintreten."

Gut möglich, dass diese Konstellation kurzfristig den Bremern in die Karten spielt. Wollen sie Özil unbedingt, ließe sich das Finanzielle selbst auf die Schnelle lösen. Eine gute Nachricht für Schalke, das im Sommer mit seiner Ablöseforderung logischerweise heruntergehen müsste, sollte Özil erst mal ein halbes Jahr auf der Tribüne gesessen haben. Das kündigt Müller für den Fall von Özils Verbleib weiterhin an. Bereits beim Sommer-Transfer des unzufriedenen Sebastian Boenisch (21, 3,5 Mio. Euro Ablöse) verdankten die Königsblauen den Hanseaten einen höchst lukrativen Deal.

Den beteiligten Klubverantwortlichen scheint derweil denkbar, dass Özil und Berater einen Wechsel aktuell gar nicht mit aller Macht anstreben - sondern für Sommer auf attraktivere Auslandsangebote spekulieren.

T. Müller, M. Richter