2. Bundesliga

Oenning setzt Gygax unter Druck

Nürnberg: Schweizer überzeugt als Joker

Oenning setzt Gygax unter Druck

Nürnberg: Bekommt er die Kurve? Daniel Gygax steht bei Club-Trainer Michael Oenning weiter unter Beobachtung.

Bekommt er die Kurve? Daniel Gygax steht bei Club-Trainer Michael Oenning weiter unter Beobachtung. picture alliance

Daher auch die verbale Kampfansage an die Konkurrenz, die nach einem 4:0 gegen einen allerdings desolaten Gegner leicht über die Lippen kommt. "Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir noch dabei sind und nicht abgeschrieben werden dürfen", sagt Dominic Maroh, während Isaac Boakye es kürzer ausdrückt: "Es ist nicht vorbei für uns, alles ist möglich."

Ob der Angriff auf die Spitze noch gelingt, wird sich auswärts entscheiden, wo am kommenden Montag in Freiburg die aktuell höchste Hürde dieser Liga wartet. Immerhin bewies der Club am Freitag zum wiederholten Mal, dass er auf Rückschläge wie das 2:2 in Duisburg positiv reagieren kann. Auch dank der Heimstärke, die vor allem auf einer sehr sicheren Defensive beruht. In Nürnberg musste Raphael Schäfer seit 502 Minuten nicht mehr hinter sich greifen.

Oenning: "Das war ein Schuss vor den Bug"

Positiv am Freitag auch der Auftritt von Daniel Gygax, der nach 35 Minuten den mit einem schweren Pferdekuss ausgewechselten Mike Frantz ersetzte. Vor dem Duisburg-Spiel hatte Trainer Michael Oenning den Schweizer Ex-Nationalspieler noch aus dem Kader gestrichen. Die Begründung: mangelhafte Trainingsleistungen. "Das war ein Schuss vor den Bug. Wenn ich über Fähigkeiten wie er verfüge, dann muss ich sie auch anbieten", erklärt Oenning, der mit Gygax Leistung zufrieden war, diesen allerdings auch warnt: "Nach einem ordentlichen Spiel kann ich nicht sagen, dass jetzt alles vergessen ist."

Gygax übt sich in Zurückhaltung: "Ich habe das recht gelassen gesehen, dafür geht es im Fußball viel zu schnell wieder in die andere Richtung. Ich bin einfach nur froh, gut ins Spiel gekommen zu sein und ein Tor vorbereitet zu haben."