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ÖFB-Gegner kämpfen vor EM-Start mit Verletzungssorgen

Bangen um Kaderspieler

ÖFB-Gegner kämpfen vor EM-Start mit Verletzungssorgen

Robert Lewandowski musste zuletzt angeschlagen raus.

Robert Lewandowski musste zuletzt angeschlagen raus. APA/AFP

Die österreichischen Gruppengegner Polen und Niederlande haben wenige Tage vor Beginn der EM in Deutschland mit ernsthaften Verletzungssorgen zu kämpfen. Der frühere Weltfußballer Robert Lewandowski verletzte sich am Montag bei Polens 2:1-Testspielsieg gegen die Türkei, der Barca-Torjäger musste früh ausgewechselt werden. Nach Schlusspfiff gab Teamchef Michal Probierz aber Entwarnung. Die Niederlande muss dagegen fix auf Spielmacher Frenkie de Jong verzichten.

EM - Gruppenphase

In seinem 150. Länderspiel setzte sich Lewandowski in der 32. Minute angeschlagen auf den Rasen. Wenig später stand der 35-Jährige wieder auf, erklärte den medizinischen Betreuern in aller Ruhe die Situation und verließ den Platz aus eigener Kraft. "Robert hat eine leichte Verletzung, das sollte keine Probleme bereiten", erklärte Probierz später. Zuvor hatte sich bereits Sturmpartner Karol Swiderski verletzt, beim Torjubel nach dem 1:0 (12.). Der 27-Jährige, der in Italien bei Hellas Verona kickt, sprang jubelnd in die Höhe und knickte bei der Landung um.

Lewandowski musste zuletzt früh raus

Dann zog er sich das Trikot über sein schmerzverzerrtes Gesicht, spielte nach einer kurzen Behandlungspause aber weiter. Drei Minuten später humpelte er vom Rasen. "Karol hat sich den Knöchel verstaucht. Erst nach den Tests werden wir wissen, wie die Situation ausschaut", sagte Probierz nach dem Spiel. Im Kader werde es definitiv keine Änderungen geben. Swiderski war zuletzt Stammspieler und stand im Quali-Play-off gegen Estland (5:1) und in Wales (5:4 i.E.) jeweils in der Startelf.

Am Sonntag startet Polen in Hamburg gegen die Niederlande in die EM, bis dahin wird die Stürmerfrage ein bestimmendes Thema bleiben. Denn bereits am Samstag zog sich Juventus-Angreifer Arkadiusz Milik beim 3:1-Testspielsieg gegen die Ukraine eine Knieverletzung zu, die eine EM-Teilnahme unmöglich macht. Neben dem Sturmduo Lewandowski/Swiderski sind mit Krzystof Piatek (Basaksehir) und Adam Buksa (Antalyaspor) nur mehr zwei nominelle Mittelstürmer im Kader. Polen blieb ungeachtet aller Verletzungen auch im achten Spiel unter der Ägide von Neo-Coach Probierz ungeschlagen, womit der 51-Jährige den erfolgreichsten Start eines Polen-Teamchefs hinlegte.

Polens Auftaktgegner Niederlande muss definitiv auf Leistungsträger Frenkie de Jong verzichten. Der Mittelfeldspieler vom FC Barcelona wird die Endrunde wegen einer Knöchelverletzung verpassen, wie der niederländische Verband am Montagabend nach dem 4:0-Testspielsieg gegen Island mitteilte. "Ich bin traurig und enttäuscht. Leider braucht mein Knöchel mehr Zeit", schrieb der 27-Jährige auf Instagram. De Jong hatte sich die Verletzung im April gegen Real Madrid zugezogen, laut Medienberichten rückt für ihn Linksverteidiger Ian Maatsen von Champions-League-Finalist Borussia Dortmund in den Kader.

Mbappé gibt Entwarnung

Gegen Island hatte Bondscoach Ronald Koeman zuvor auch auf Teun Koopmeiners, Europa-League-Sieger mit Atalanta Bergamo, verzichten müssen. Der 26-jährige Mittelfeldspieler zog sich beim Aufwärmen eine Muskelverletzung zu und kam deshalb nicht wie geplant zum Einsatz.

Bei Favorit Frankreich sind einige Tage vor dem Auftaktspiel (17. Juni) gegen das ÖFB-Team, das unter anderem ohne David Alaba, Xaver Schlager und Einsergoalie Alexander Schlager auskommen muss, ebenfalls einige Spieler nicht topfit. Superstar Kylian Mbappé hatte im Testspiel gegen Luxemburg (3:0) am Mittwoch einen Schlag aufs Knie abbekommen und kam bei der Generalprobe gegen Kanada (0:0) am Sonntag nur in der Schlussphase zum Einsatz. "Er musste sich behandeln lassen, 15 Minuten gingen. Die französische Nationalmannschaft mit oder ohne Kylian ist etwas anderes", sagte Nationaltrainer Didier Deschamps.

Mbappé zeigte sich nach seinem Kurzeinsatz aber gelassen. "Es läuft sehr gut", sagte der neue Torjäger von Real Madrid mit einem Lächeln. Die L'Équipe machte sich dagegen Sorgen, es sei schwer vorstellbar, dass Mbappé zu Turnierbeginn bei 100 Prozent sein werde. Ein Einsatz von Juve-Mittelfeldspieler Adrien Rabiot, der laut der französischen Zeitung zuletzt wegen einer Muskelermüdung und Schmerzen in der Wade pausierte, scheint gegen die ÖFB-Elf am Montag unwahrscheinlich. Ähnlich ist die Situation bei Real-Kicker Aurélien Tchouaméni, der bereits das CL-Finale wegen eines Ermüdungsbruchs im linken Fuß verpasst hatte, und ebenfalls gegen Kanada geschont wurde.

APA

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