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Nur noch Vilzing und Ansbach kämpfen um die Regionalliga

Bayernliga Nord - 33. Spieltag

Nur noch Vilzing und Ansbach kämpfen um die Regionalliga - 1. FC Sand ist abgestiegen

Pole-Position: Die DJK Vilzing (hier ein Archiv-Foto) geht nach dem 3:0 gegen Bayern Hof als Tabellenführer ins Saisonfinale.

Pole-Position: Die DJK Vilzing (hier ein Archiv-Foto) geht nach dem 3:0 gegen Bayern Hof als Tabellenführer ins Saisonfinale. imago images/Zink

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Das kann ein letzter Spieltag werden! Klar ist seit Samstag, dass die DJK Vilzing und die SpVgg Ansbach die ersten beiden Plätze belegen, doch wer direkt aufsteigt und wer sich dem Zitterspiel "Relegation" unterziehen muss, das ist bei den beiden punktgleichen Spitzenteams noch völlig offen.

Die dank des besseren direkten Vergleichs auf Platz eins stehenden Vilzinger hatten mit der SpVgg Bayern Hof einige Probleme und brauchten eine große Portion Geduld. Fast schon bizarr, dass Jünger im ersten Durchgang gleich zwei Foulelfmeter verschoss. Immerhin hinten stand die Null, auch weil Wolf in der Frühphase des Spiels gegen Kyndl im letzten Moment rettete.

Doch Jünger machte seine beiden Fehlschüsse wieder gut: In der 67. Minute kam er mit dem Kopf an eine Flanke von Trettenbach und die Oberpfälzer führten. Davon womöglich noch beflügelt, traute sich Müller sechs Minuten später einen Distanzschuss zu, der im Netz landete. In einem Spiel, in dem beiden Teams gegen Ende hin die Kräfte ausgingen, legte Joker Stiglbauer in der 85. Minute mit einem Treffer aus spitzem Winkel den 3:0-Endstand nach.

Kroiß ist sofort hellwach

Der Blick schweifte nach Spielende in die mittelfränkische Bezirkshaupstadt. Doch die SpVgg Ansbach dachte gar nicht daran, den Vilzingern irgendeinen Gefallen zu tun. Anders als der schärfste Konkurrent, stellten die Ansbacher gegen den ASV Cham früh die Weichen. In der 18. Minute erzielte Kroiß, noch ohne koffeinhaltige Limonade im Magen, abgezockt das 1:0. Peutler im Gäste-Tor verdiente sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte mit einigen guten Paraden ein Extra-Lob. Doch auch er war in der 44. Minute machtlos: Kroiß legte auf Landshuter ab, der aus rund 20 Metern einschoss.

Nach Wiederanpfiff rettete Peutler mit einem guten Reflex gegen Kroiß, ehe in der 54. Minute ein Schelhorn-Schuss von Faltermeier ins eigene Tor gelenkt wurde. Auf den letzten Metern des Spiels konnte sich Schelhorn auch ohne gegnerische Hilfe auf die Anzeigetafel setzen. In der 81. Minute traf er nach Doppelpass mit Kroiß, acht Zeigerumdrehungen darauf scheiterte Klupp zunächst an Peutler, Schelhorn staubte ab. Doch auch wenn das 5:0 nach einem gemütlichen Spaziergang klang, der ASV wehrte sich lange nach Kräften.

Dass es am letzten Spieltag einen Zweikampf um den Aufstieg geben wird, lag auch daran, dass der ATSV Erlangen und der FC Eintracht Bamberg 2010 ihre Heimspiele gegen Teams aus dem Mittelfeld verloren. Erlangen mit 0:2 gegen den TSV Abtswind, die Bamberger mit 1:3 gegen den 1. SC Feucht.

Sand verspielt eine Führung

1. FC Sand ist abgestiegen

Traurige Gewissheit: Der 1. FC Sand wird kommende Saison in der Landesliga spielen. IMAGO/Beautiful Sports

Gewissheit herrscht im Abstiegskampf: Der 1. FC Sand ist durch die 1:2-Niederlage beim TSV Karlburg abgestiegen, kann den letzten Platz bei vier Punkten Rückstand auf den SV Seligenporten nicht mehr verlassen. In der 19. Minute war die Hoffnung noch real, Wagner traf für den FCS. Lange hielt dieser Vorsprung, ihn zu verteidigen wurde aber auch dadurch erschwert, dass Gonnert in der 70. Minute mit Gelb-Rot runter musste. Spät schlug Karlburg gnadenlos zu, erst Kunzmann (80.), dann Fries mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 87. Minute.

Bei der Frage, wer sich am letzten Spieltag den rettenden 13. Platz sichert und wer als 14. in die Relegation muss, bahnt sich ein prickelndes Fernduell zwischen dem ASV Cham und dem FV 04 Würzburg (am Samstag 3:5 bei der DJK Gebenbach an). Der direkte Vergleich ist wegen zweier 1:0-Siege ausgeglichen, auch die Tordifferenz ist mit -30 identisch, allerdings - und das ist das Wichtigste - hat Cham drei Zähler mehr auf dem Konto.

Vatan Spor Aschaffenburg steht zwar genauso wie Würzburg mit 28 Punkten da, hat jedoch sowohl gegen die Mainfranken als auch gegen Cham den direkten Vergleich verloren.

stw

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