3. Liga

"Nur noch das Machbare": Paradigmenwechsel beim VfL

Osnabrück: Zweitliga-Aufstieg soll dennoch Ziel bleiben

"Nur noch das Machbare": Paradigmenwechsel beim VfL

Nach einer enttäuschenden Saison wollen die Fans des VfL Osnabrück in der kommenden Spielzeit wieder häufiger jubeln.

Nach einer enttäuschenden Saison wollen die Fans des VfL Osnabrück in der kommenden Spielzeit wieder häufiger jubeln. imago

Tabellenplatz 17, zuletzt zwölf Spiele in Folge ohne Sieg. Die Saison 2017/18 war für den VfL keine glorreiche. Der Verein selbst schreibt in einer offiziellen Verlautbarung vom Montag gar von einer "völlig verkorksten". Und diese habe Spuren hinterlassen. Die Folge: Der Klub will ab sofort "nur noch das Geld ausgeben, das wir auch gesichert einnehmen", wie Wehlend bekannt gab.

Da die Niedersachsen die Qualifikation für den DFB-Pokal verpassten, fehlen mögliche Einnahmen. Sollten diese nun nicht durch Spielertransfers erzielt werden, werden die Lila-Weißen die Kosten für die neue Saison strikt an die tatsächlichen Erlöse anpassen. Durchaus ein "Paradigmenwechsel", so Wehlend. Vorbei die Zeit des Wunschdenkens in Osnabrück.

VfL Osnabrück - Die letzten Spiele
1. FC Magdeburg Magdeburg (H)
1
:
5
TSV Havelse Havelse (A)
0
:
1
Trainersteckbrief Thioune
Thioune

Thioune Daniel

VfL Osnabrück - Vereinsdaten
VfL Osnabrück

Gründungsdatum

17.04.1899

Vereinsfarben

Lila-Weiß

Dennoch will der Traditionsklub die 2. Liga nicht aus den Augen verlieren. Der Aufstieg bleibt das Ziel, der Weg dorthin soll jedoch "sowohl sportlich als auch wirtschaftlich ein anderer" sein, wie es in der Mitteilung ausgibt. "Die Top-40-Strategie (also zu den 40 besten Vereinen des Landes zu gehören, d. Red.) haben wir ad acta gelegt", sagte Wehlend.

Keine Dauerkarten mehr für die Westkurve

In Sachen Stadion wird sich ab 2018/19 ebenfalls einiges verändern. So verkauft der VfL für die Westkurve keine Dauerkarten mehr und öffnet diesen Stadionbereich nur noch bei Derbys oder Spitzenspielen für Heimfans. Zu gering war die Auslastung hier in der jüngeren Vergangenheit. Diese Maßnahme ist Teil des im vergangenen November erklärten Kostensenkungsplanes.

Sollten die Einnahmen in Osnabrück wieder steigen, wird auch wieder Geld ausgegeben. Und zwar in erster Linie für den Lizenzkader, wie der VfL unterstreicht.

Beim 1:4 in Unterhaching schenkte Trainer Daniel Thioune übrigens wieder sechs Spielern aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum das Vertrauen. Nur mit jungen Talenten wird es in der 3. Liga jedoch nicht funktionieren, wie Adam Susac weiß. Der erfahrene Innenverteidiger hielt am Wochenende fest: "Wir brauchen auch noch ein paar Neuzugänge mit Erfahrung." Abwehrspieler Felix Schiller, der vom künftigen Zweitligisten Magdeburg an die Bremer Brücke wechselt, ist so einer.

aho

Rekordspieler in Liga 3: Quintett über 300