Bundesliga

"Nur durch Quatschen wird's nichts": Arnold will wieder zu Löw

Wolfsburg will den Vertrag mit seinem Mittelfeldchef verlängern

"Nur durch Quatschen wird's nichts": Arnold will wieder zu Löw

Maximilian Arnold gibt beim VfL Wolfsburg den Takt vor.

Maximilian Arnold gibt beim VfL Wolfsburg den Takt vor. imago images

Dass Maximilian Arnold einer der Schlüsselspieler beim VfL Wolfsburg ist, hat mittlerweile so ziemlich jeder Fußballinteressierte des Landes erkannt. Unter Trainer Oliver Glasner hat der 26-Jährige längst den Status des uneingeschränkten Stammspielers, Arnold gibt den Takt vor bei den Niedersachsen, ist Abfangjäger und Offensivinitiator zugleich. Und so gut, um noch einmal in den Kreis der Nationalmannschaft vorzustoßen?

2014 war es, da stand Arnold das erste und bislang letzte Mal für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auf dem Rasen, beim 0:0-Test gegen Polen feierte der Rotschopf sein Debüt. Seinen größten Erfolg im DFB-Dress erlebte er schließlich 2017, als er unter Stefan Kuntz als Kapitän die U-21-EM gewann. Seither steigert er sich von Jahr zu Jahr - ein Thema für Löw wurde er aber nicht mehr. Dabei haben die VfL-Verantwortlichen Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer längst den Arm gehoben, um zusätzlich auf ihren Mittelfeldmann aufmerksam zu machen.

Eigentlich müsste er sich schon mehr als ins Blickfeld der Nationalelf gespielt haben.

Sportdirektor Marcel Schäfer über Maximilian Arnold

"Maximilian ist gereift, er denkt und spielt mittlerweile strategischer", sagte Geschäftsführer Schmadtke im Dezember im kicker und gab dem Bundestrainer einen Tipp angesichts Arnolds Konstanz: "Das ist für mich ein Hinweis, ihn sich mal anzuschauen." Wird Arnold übersehen? "Das weiß ich nicht", antwortete der 56 Jahre alte Manager. "Aber die beiden VfL-Jahre in der Relegation haben ihn aus dem Fokus genommen, da war er auch nicht gut." Doch das hat sich geändert, was auch Sportdirektor Schäfer veranlasste, gegenüber dem kicker Partei für Arnold zu ergreifen: "Eigentlich müsste er sich schon mehr als ins Blickfeld der Nationalelf gespielt haben."

Vertragsverlängerung in Aussicht

Wie sieht's Arnold selbst? Wie immer hält sich der VfL-Stratege bei diesem Thema bedeckt. "Klar", sagt er, "da will man wieder hin." Er weiß freilich auch: "Nur durchs Quatschen wird's nichts." Die Leistung müsse stimmen, und das kann der Wolfsburger für sich in Anspruch nehmen. "Da muss ich mich momentan nicht verstecken. Bei uns läuft's gut, bei mir läuft's gut." Nach dem 2:0 in Augsburg befindet sich der VfL weiterhin auf Champions-League-Kurs.

Dass Arnolds Zukunft unabhängig von einer Nationalmannschaftskarriere in Wolfsburg liegen soll, darüber sind sich die Verantwortlichen einig. Das Vertrag des Eigengewächses, das seit 2009 im Klub ist, endet 2022. Der VfL aber will verlängern. Schäfer: "Klar ist, dass wir das Bestreben haben, langfristig mit ihm zusammenzuarbeiten." Ob das auch für den Bundestrainer gilt, muss sich erst noch zeigen.

Thomas Hiete