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Nur auf Next-Gen beeindruckend: Das Dilemma der Sportspiele

FIFA, NBA und eFootball

Nur auf Next-Gen beeindruckend: Das Dilemma der Sportspiele

Die neuen Sportsimulationen glänzen nur auf Next-Gen-Konsolen.

Die neuen Sportsimulationen glänzen nur auf Next-Gen-Konsolen. EA SPORTS

Der Herbst hält seit einigen Wochen Einzug und mit ihm, für viele Sportspiel-Enthusiasten schon fast traditionell, auch die jährliche Veröffentlichung neuer Ableger ihrer Lieblingsvideospielreihe. Sei es FIFA und eFootball für Fußball-, NBA für Basketball-, oder Madden für Football-Fans: Der "beste" Teil in der Chronologie ist meist der aktuelle, schlichtweg deshalb, weil Jahr für Jahr neue Features und noch mehr Spielspaß versprochen werden.

Das gilt durch die Bank für sämtliche Titel, denn nur mit frischen Inhalten lässt sich das jahreszyklische Geschäft ankurbeln. Nach dem diesjährigen Launch der genannten Simulationen fällt vor allem auf: Der Unterschied zwischen den alten und neuen Konsolen ist stellenweise frappierend.

Schon weit vor Veröffentlichung kündigte EA an, dass die größten Neuerungen für FIFA und Madden nur auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S kommen würden. PC, PS4 und Xbox One Nutzer gehen leider leer aus - und müssen für ein Upgrade dann auch noch extra zahlen. Auch 2K entschied sich bei NBA für diesen Weg.

Sportspiele enttäuschen auf den alten Konsolen

Bereits vor einigen Monaten war also klar, dass die Publisher die Absatzzahlen ihrer Reihen beinahe künstlich steigern wollen. Denn nur zur Erinnerung: Die Simulationen mit der 21 im Namen bekamen für Next-Gen zwar kleine, aber kostenlose Upgrades bereit gestellt.

Im direkten Vergleich zwischen den Plattformen schneiden die Last-Gen-Versionen deutlich schlechter ab. Viele Fans beklagen teils ruckeliges Gameplay und stotternde Menüs, ganz gleich ob bei NBA, Madden, FIFA oder eFootball. Wären die meisten Spieler schon mit den neuen Konsolen versorgt, wäre dies ein deutlich kleineres Problem. Aufgrund von Engpässen ist (vor allem) die PlayStation 5 aber noch Mangelware in deutschen Wohnzimmern.

Kundenfreundlichkeit geht daher deutlich anders. Dass die allgemeine Darstellung und Leistung der Spiele auf den meistgenutzten Konsolen deutlich abfällt, stößt im Netz und etlichen Social-Media-Kanälen auf großen Unmut. Schließlich sollte niemand genötigt sein, eine neue Konsole zu kaufen, nur um dann eine kleine grafische Verbesserung und etwas flüssigeres Gameplay genießen zu können.

Die Publisher sind also gefordert nachzubessern. Während Konami für eFootball ohnehin eine Art Runderneuerung verspricht, steht bei EAs FIFA das erste große Title Update an, das zahlreiche Änderungen mit sich bringt. Unter anderem auch eine "Verbesserung der Menüs", die vor allem auf den alten Konsolen dringend notwendig ist.

Positiv festhalten lässt sich natürlich, dass der Neustart auf den Next-Gen-Plattformen für die meisten Ableger geglückt ist. Doch da der Großteil der Spielerschaft eben noch auf den vorherigen Modellen unterwegs ist, lag der Fokus der Publisher leider nicht auf der Zufriedenheit der Kunden - sondern, fast schon traditionell, auf der eigenen Kasse.

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Lukas Scherbaum

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