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Nüsken: "Wir sind schwer zu besiegen"

Eintracht Frankfurt möchte in der Liga für Überraschungen sorgen

Nüsken: "Wir sind schwer zu besiegen"

Erst seit zwei Jahren spielt Sjoeke Nüsken für die Eintacht Frankfurt erstmals in der Bundesliga.

Erst seit zwei Jahren spielt Sjoeke Nüsken für die Eintacht Frankfurt erstmals in der Bundesliga. picture alliance

Für die 19-Jährige ist der aktuelle Punktestand der Eintracht ein "super Zwischenzeugnis", wie sie in einem Interview mit "dfb.de" erklärte. Bereits zehn Punkte aus den ersten vier Spielen sicherten sich die Frankfurterinnen und bleiben damit bisher unbesiegt. Für Nüsken ist der Verlauf der aktuellen Saison auch deutlich besser als in der Vorsaison. "Wir haben nicht mehr so extreme Leistungsschwankungen", erklärt die Mittelfeldspielerin. Insgesamt trete die Mannschaft konstanter und gefestigter auf. Daher sei es auch kein Zufall, dass die Eintracht-Frauen bis jetzt noch nicht verloren hätten.

Als nächstes steht Leverkusen auf dem Plan. Für die 19-Jährige ist der Tabellenfünfte ein starker Gegner, aber Frankfurt habe genug Selbstbewusstsein, um auch diese Aufgabe zu meistern und die nächsten drei Punkte für sich zu gewinnen. "Wir sind schwer zu besiegen", fasst Nüsken zusammen.

Als Ziel hat sich die Mannschaft vorgenommen, sich weiterhin zu steigern und gegen den aktuellen Tabellenführer FC Bayern und Doublesieger Wolfsburg für Überraschungen zu sorgen. Lust mit Eintracht auch mal international zu spielen, hat Nüsken auf jeden Fall. Die Möglichkeiten hätte der Verein.

Nach der Fusion des 1. FFC Frankfurt mit der Eintracht, habe sich manches verändert. Aber deutlich ins positive, wie die 19-Jährige betont. Die Bedingungen seien noch professioneller, was auch zur Folge hat, dass das Trainer- und Betreuerteam gewachsen ist. Nüsken hat das Gefühl, dass die Frauenmannschaft der Eintracht insgesamt präsenter geworden ist und sich zu einem "vollwertigen Teil der Adler-Familie" entwickelt hat.

Persönlich wünscht sich die Mittelfeldspielerin für die Zukunft mehr Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen zu können und bald das Trikot der A-Nationalmannschaft tragen zu dürfen. In ihren zwei Jahren bei Frankfurt musste Nüsken des Öfteren mit kleineren Verletzungen kämpfen, wie sie berichtet. Vor ihrem Wechsel in die Frauen-Bundesliga, spielte die 19-Jährige noch bis in die A-Jugend im männlichen Nachwuchsbereich. Eine Sondergenehmigung ermöglichte es ihr, länger als erlaubt weiterhin als einziges Mädchen bei den Jungs zu spielen. Zurückblickend war es für Nüsken, trotz mancher blöden Sprüche, "eine tolle Sache." Auch ihrer Entwicklung habe es nicht geschadet. Im Gegenteil, vor allem ihre Schnelligkeit und ihr Kampfgeist haben von dieser Zeit profitiert.

In dieser Saison stand Nüsken bei allen Spielen auf dem Feld. Für den damaligen 1. FFC Frankfurt erzielte sie in insgesamt 19 Partien fünf Treffer.

kon