2. Bundesliga

Zwischenbilanz: Die Stabilität des 1. FC Nürnberg und die Kehrseite

Die Lage nach neun Spieltagen

Nürnbergs Stabilität - und die Kehrseite

Hält die Nürnberger Viererkette zusammen: Christopher Schindler, hier bei einem Kopfballduell mit Hannovers Lukas Hinterseer.

Hält die Nürnberger Viererkette zusammen: Christopher Schindler, hier bei einem Kopfballduell mit Hannovers Lukas Hinterseer. imago images

Am Ende gab es dann doch noch Beifall. Als die Nürnberger Mannschaft am vergangenen Samstagabend nach dem 0:0 gegen Hannover eine Abschlussrunde über den Rasen des Max-Morlock-Stadions drehte, um sich von den Zuschauern zu verabschieden, da applaudierten die Fans. Gut eine Stunde zuvor hatten sie noch gepfiffen. 

Der Club war derart schlecht ins Spiel gekommen, dass einige Anhänger ihrem Unmut nach rund 20 Minuten Luft machten. Am Ende aber war es gerade die Anfangsphase, die eine Menge über die Fortschritte aussagte, die der 1. FC Nürnberg in dieser Saison gemacht hat. 

In der Sommervorbereitung hatte Trainer Robert Klauß das Augenmerk auf die Defensive gelegt. Dass sich das in der Anfangsphase der Saison bezahlt machte, lässt sich alleine am Torverhältnis ablesen. Erst sieben Gegentreffer, das ist der Bestwert aller 18 Zweitligisten. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison hatte der Club nach den ersten neun Partien mehr als doppelt so viele Tore kassiert (15).

Wir müssen besser werden, wenn wir das Spiel machen müssen. 

Christopher Schindler 

Vor diesem Hintergrund war es durchaus vielsagend, dass die Nürnberger gegen Hannover selbst in einer denkbar schlechten Phase nur eine nennenswerte Torchance zuließen. Die Defensive ist die Basis, sie hat Torhüter Christian Mathenia bereits fünf Zu-null-Spiele und der Mannschaft bislang 15 Zähler eingebracht. "Es ist noch ein langer Weg, aber wir können mit der Punkteausbeute zufrieden sein", findet Christopher Schindler. Der Innenverteidiger ist in diesem Sommer an den Valznerweiher gekommen und gibt der Hintermannschaft merklich Halt (kicker-Durchschnittsnote: 2,86). 

Am Freitag kommt Ingolstadt an den Valznerweiher

Weil die Abwehr steht, sind die Nürnberger mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gegangen. Eine Kehrseite hat die neu gewonnene Stabilität allerdings: Offensiv mangelt es noch zu oft an durchschlagender Kraft. "Wir müssen besser werden, wenn wir das Spiel machen müssen", weiß Schindler. 

Auch an diesem Freitag dürfte Klauß' Mannschaft die Aufgabe zufallen, gegen einen Gegner, der auf die Defensive bedacht ist, Lösungen zu finden. Um 11 Uhr ist der FC Ingolstadt zu einem nichtöffentlichen Testspiel am Valznerweiher zu Gast. 

lei