Bundesliga

Nübel rief Gacinovic an: "Es tut mir sehr, sehr leid"

Schalke-Keeper über seine Rote Karte gegen Frankfurt

Nübel rief Gacinovic an: "Es tut mir sehr, sehr leid"

Gleich kracht's: Alexander Nübel kommt gegen Mijat Gacinovic klar zu spät und sieht Rot.

Gleich kracht's: Alexander Nübel kommt gegen Mijat Gacinovic klar zu spät und sieht Rot. imago images

Am Sonntag hatte Nübel Gacinovic in der 59. Minute weit vor seinem Strafraum in vollem Lauf mit einem Kung-Fu-Tritt niedergestreckt und die Partie damit für sich und den Frankfurter beendet: Der Schalke-Keeper sah sofort Rot, Gacinovic musste verletzt ausgewechselt werden.

Während der Serbe Glück hatte und "nur" eine starke Rippenprellung erlitt, plagte Nübel ein schlechtes Gewissen: Noch am Sonntag rief er Gacinovic an, entschuldigte sich und fragte, "ob alles gut ist", wie er am Tag danach der "Funke Mediengruppe" berichtete. "Er hat mir gesagt, die Rippen seien stark geprellt, es würde sehr, sehr weh tun. Er hat die Entschuldigung angenommen. Das fand ich sehr, sehr stark."

"Deswegen war es in dem Moment egal, ob ich die Rote Karte bekomme"

Es tue ihm "sehr, sehr leid für den Spieler", sagte Nübel. "Ich will ihn nicht treffen, ich will zum Ball gehen." Seine Beschreibung der verhängnisvollen Szene, die Nübel wohl eine mehrwöchige Sperre einbringen wird: "Es kam ein Ball in die Schnittstelle. Ich versuche rauszukommen. Das Problem ist, dass man nicht viel Zeit hat zu überlegen. Im Bruchteil einer Sekunde muss man entscheiden. Deswegen war es in dem Moment egal, ob ich die Rote Karte bekomme."

Er habe es "falsch eingeschätzt", das aber erst "kurz vorher" realisiert, erklärte Nübel in einem von S04 veröffentlichten Video. "Ich versuche dann noch kurz abzustoppen, aber da war es schon zu spät, weil die Geschwindigkeit von ihm und mir schon zu hoch war."

"Vielleicht muss ich gar nicht hingehen"

Doch war es überhaupt nötig, den Strafraum zu verlassen? "Vielleicht muss ich gar nicht hingehen, es waren genug Spieler da", überlegt Nübel. "Dennoch bemühe ich mich, immer offensiv zu spielen."

jpe

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