Bundesliga

Nouri profitiert von Gisdol-Absage

Bremen: Interimstrainer sitzt wohl auch in Darmstadt auf der Bank

Nouri profitiert von Gisdol-Absage

Wohl weiter an der Linie: Bremens Interimscoach Alexander Nouri.

Wohl weiter an der Linie: Bremens Interimscoach Alexander Nouri. imago

Der Interimscoach wird aller Voraussicht nach das Training am Dienstag leiten und auch am Samstag beim Auswärtsspiel in Darmstadt auf der Bank sitzen.

"Gisdol ist ein Kandidat", hatte Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung, vor dem Sieg gegen Wolfsburg in einem Interview bei Sky bestätigt. "Wir beschäftigen uns intensiv mit ihm."

Seit Tagen war spekuliert worden, dass der frühere Hoffenheimer Coach zum engeren Favoritenkreis für die Skripnik-Nachfolge zählt. Geschäftsführer Frank Baumann hatte es immer vermieden, die gehandelten Namen zu kommentieren. Sein Kollege Filbry hielt sich an diese Marschroute nicht und schoss sozusagen ein Eigentor.

Denn am Sonntag sorgte die Entwicklung beim Hamburger SV dafür, dass Werder im Rennen um Gisdol wie der Verlierer dasteht. Nach der Beurlaubung von Bruno Labbadia gilt Gisdol als Favorit für die Nachfolge an der Alster, so jedenfalls lauten auch die Informationen, die Manager Baumann besitzt. Der umworbene Coach zieht ein Engagement beim HSV einer Tätigkeit in Bremen vor.

Baumann über Trainersuche: "Alles offen"

Das erhöht ein wenig die Chancen für den Übergangstrainer Alexander Nouri, der weiterhin als eine Option gilt. Als wahrscheinlich gilt, dass der 37-Jährige auch im nächsten Spiel in Darmstadt die Elf betreut. Werder befindet sich noch, wie Aufsichtsratschef Marco Bode betonte, im Prozess der Entscheidungsfindung. "Alles offen", betonte auch Manager Baumann, der die Suche nach dem "besten Trainer für Werder" fortsetzen und weiterhin sorgfältig betreiben will. Möglicherweise wird eine Entscheidung erst in der Länderspielpause fallen.

Nachdem Gisdol nicht zur Verfügung steht, werden weiterhin André Breitenreiter und Jos Luhukay genannt. Der beim HSV beurlaubte Labbadia und auch Andreas Herzog zählen nicht zum Kandidatenkreis.

Hans-Günter Klemm