Handball

Handball-EM: Norwegens dickes Ausrufezeichen vor DHB-Spiel

Frankreich dominiert die Niederländer

Norwegens dickes Ausrufezeichen vor DHB-Spiel - Gidsel bärenstark

Er trug neun Tore zum Kantersieg bei: Norwegens Superstar Sander Sagosen.

Er trug neun Tore zum Kantersieg bei: Norwegens Superstar Sander Sagosen. Getty Images

Hauptrundengruppe II: Norwegens Warnung an Deutschland

In der "deutschen" Hauptrundengruppe gewann Vizeweltmeister Schweden am Nachmittag ungefährdet gegen das zuvor überraschend starke Russland mit 29:23 (16:13) und hat nun wie die Russen 2:2 Punkte auf dem Konto.

Bester schwedischer Werfer vor 1667 Zuschauern in Bratislava war Hampus Wanne. Der Linksaußen der SG Flensburg-Handewitt versenkte neun seiner zehn Versuche. Schweden ist am Sonntag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) dritter Hauptrundengegner der DHB-Auswahl. Russland wartet zum Abschluss am Dienstag.

Am Donnerstagabend gelang den bis dato nicht vollends überzeugenden Norwegern ein beeindruckender Statement-Erfolg. Die schon gegen die deutsche Mannschaft unterlegenen Polen kamen beim 31:42 (15:21) heftig unter die Räder. Dabei fiel eine Bestmarke: Bis dato lag der von mehreren Teams aufgestellte Torrekord bei einer Europameisterschaft bei 41 Treffern in einem Spiel.

Bereits zur Pause lag der deutsche Nachbar mit sechs Toren zurück, nach dem Wechsel schalteten Sander Sagosen & Co. aber noch einen Gang nach oben. Der Kieler Sagosen, der in der Vorrunde noch überspielt gewirkt hatte, erzielte neun Tore bei zehn Versuchen. Übertroffen wurde er nur von zwei Außenspielern: Für Norwegen machte der im Turnier bislang überragende Linksaußen Sebastian Barthold zehn Treffer (bei zehn Versuchen), exakt die gleiche Statistik wies Polens Rechtsaußen Arkadiusz Moryto auf.

Hauptrundengruppe I: Frankreich dominiert - Gidsel begeistert

In Budapest musste Mitfavorit Kroatien schon am Nachmittag eine überraschend deutliche Niederlage einstecken. Das von etlichen coronabedingten Ausfällen dezimierte Team unterlag Montenegro mit 26:32 (9:15) und hat mit 0:4 Punkten nur noch geringe Chancen aufs Halbfinale. Bester Torschütze der Kroaten war Rechtsaußen Ivan Cupic (sieben Treffer). Für Montenegro trafen Branko und Milos Vujovic ebenfalls je siebenmal.

Im frühen Abendspiel machten die Franzosen kurzen Prozess mit Überraschungsmannschaft Niederlande. Nach einer vor allem nach der Pause recht einseitigen Partie stand ein 34:23 (15:12)-Erfolg für "Les Experts". Beim Rekordweltmeister traf der 24-jährige Spielmacher Aymeric Minne achtmal. Für Niederlande erzielten Magdeburgs Kay Smits und Dani Baijens je vier Tore.

Im späten Abendspiel ließ Dänemark das traditionell unbequeme Island beim 28:24 (17:14)-Erfolg abprallen. Beim Favoriten überragte der baldige Berliner Mathias Gidsel, der neun Tore bei zehn Versuchen erzielte und zu Recht zum "Man of the Match" gewählt wurde. Bei den Isländern ging einmal mehr Magdeburgs Linkshänder Omar Ingi Magnusson voran, doch seine acht Tore waren letztlich zu wenig, um den Europameister von 2008 und 2012 zu stürzen.

Polen - Norwegen 31:42 (15:21)

Polen: Kornecki 1, Zembrzycki - Moryto 10/7, Sicko 6, Dawydzik 3, Czuwara 2, Jedraszczyk 2, Przybylski 2, Syprzak 2, Beckman 1, Daszek 1, Pilitowski 1
Norwegen: Bergerud, Säveras - Barthold 10/3, Sagosen 9, Björnsen 8, Gulliksen 3, Thorsteinsen Toft 3, Tönnesen 3, O'Sullivan 2, Gullerud 1, Reinkind 1, Solstad 1, Överby 1
Schiedsrichter: Arthur Brunner (Schweiz)/Morad Salah (Schweiz)
Zuschauer: 1682
Strafminuten: 6 / 12
Disqualifikation: - / -

Dänemark - Island 28:24 (17:14)

Dänemark: N. Landin, Möller - Gidsel 9, M. Hansen 5/4, Svan 5, E. M. Jakobsen 4/2, Saugstrup 3, M. Landin 1, Lauge Schmidt 1
Island: Björgvinsson, Hallgrimsson - O. I. Magnusson 8/1, Smarason 4, Asgeirsson 3, Arnarsson 2, Einarsson 2, Thorkelsson 2, Gudjonsson 1, Ingason 1, Vidarsson 1
Schiedsrichter: Mirza Kurtagic (Schweden)/Mattias Wetterwik (Schweden)
Zuschauer: 5060
Strafminuten: 8 / 12
Disqualifikation: - / -

Frankreich - Niederlande 34:24 (15:12)

Frankreich: Gerard, Pardin - Minne 8, Tournat 5, Descat 3/1, N. Karabatic 3, Mahé 3, Richardson 3, Lagarde 2, Mem 2, Nahi 2, Porte 2, Fabregas 1
Niederlande: Ravensbergen 1, Eijlers - Baijens 4, Smits 4/1, Jansen 3, Ten Velde 3/1, Benghamen 2, Smit 2, Stavast 2, Falke 1, Schagen 1, L. Steins 1
Schiedsrichter: Robert Schulze (Magdeburg)/Tobias Tönnies (Stendal)
Zuschauer: 5055
Strafminuten: 12 / 8
Disqualifikation: - / -

Russland - Schweden 23:29 (13:16)

Russland: Gruschko, Kireew - Ermakow 5, Andreew 4, Kornew 3, Santalow 3, Kamenew 2, Schitnikow 2, Soroka 2/2, Ostaschchenko 1, Winogradow 1
Schweden: Palicka, Thulin - Wanne 9/4, Chrintz 5, Lagergren 3, Claar 2, Gottfridsson 2, Johansson 2, F. Pettersson 2, Bergendahl 1, Carlsbogard 1, Persson 1, Sandell 1
Schiedsrichter: Bojan Lah (Slowenien)/David Sok (Slowenien)
Zuschauer: 1667
Strafminuten: 6 / 2
Disqualifikation: - / -

Montenegro - Kroatien 32:26 (15:9)

Montenegro: Matovic, N. Simic - B. Vujovic 7, M. Vujovic 7/1, Grbovic 5, Cavor 4, Sevaljevic 4, Lasica 2, Andjelic 1, Cepic 1, Kaludjerovic 1
Kroatien: Alilovic, Pesic - Cupic 7/4, Cindric 5, Sipic 3, Gadza 2, Jelinic 2, Lucin 2, Nacinovic 2, D. Mandic 1, Maric 1, Martinovic 1
Schiedsrichter: Lars Jorum (Norwegen)/Havard Kleven (Norwegen)
Zuschauer: 5037
Strafminuten: 12 / 6
Disqualifikation: - / -

Die "Players to watch" bei der Handball-EM 2022